Ausgleich von Rentenabschlägen immer beliebter
Im Jahr 2019 haben rund 27.000 Rentenversicherte Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen in Höhe von rund 415 Mio. € gezahlt, also im Schnitt gut 15.000,– €. Für das Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass rund 40.000 Versicherte insgesamt rund 600 Mio. € an Sonderzahlungen leisten, falls die Beträge ebenso hoch sind.

Ausgleich von Rentenabschlägen immer beliebter

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Im Jahr 2019 haben rund 27.000 Rentenversicherte Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen in Höhe von rund 415 Mio. € gezahlt, also im Schnitt gut 15.000,– €. Für das Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass rund 40.000 Versicherte insgesamt rund 600 Mio. € an Sonderzahlungen leisten, falls die Beträge ebenso hoch sind.

Die exakten Zahlen für 2020 wird die Deutsche Rentenversicherung (DRV) zwar erst Ende 2021 bekannt geben, doch in den ersten drei Quartalen 2020 stiegen diese Sonderzahlungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum wiederum um knapp die Hälfte.

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es 17.000 mit rund 291 Mio. € und im Jahr 2017 11.600 Versicherte mit rund 207 Mio. €.

Erst seit dem 1.7.2017 können auch mindestens 50 Jahre alte Versicherte künftige Rentenabschläge ausgleichen. Davor mussten sie mindestens 55 Jahre alt sein.

Das erklärt auch, warum im Jahr 2016 lediglich rund 4.800, im Jahr 2015 bloß etwa 1.500 und im Jahr 2014 sogar weniger als 1.000 Versicherte diese Möglichkeit zum Ausgleich von Rentenabschlägen nutzten.

Finanzmathematiker und Rentenexperte Werner Siepe hält die Sonderzahlungen zum Ausgleich von Rentenabschlägen weiterhin für attraktiv, solange der jetzige Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht über 20 % steigt und alternative Einzahlungen in eine Rürup-Rentenversicherung oder in eine private Rentenversicherung wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase deutlich weniger Rendite bringen.

Mit Extrabeiträgen zur gesetzlichen Rente können gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer Renditen von 2 bis 3 % p.a. erzielen. Privat krankenversicherte Arbeitnehmerinnen kommen sogar auf Renditen von über 3 % im Jahr.

(MS)

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