Diese Kosten fürs Studium helfen Dir beim Steuern sparen

Laptop, Fachbücher, Auslandsaufenthalt, Miete, Fahrtkosten zur Uni, Lerngruppen usw.

In der Steuererklärung bzw. Verlustfeststellung trägst Du ein, welche Ausgaben bei Dir rund um Dein Studium angefallen sind. Das ist wahrscheinlich deutlich mehr, als Dir jetzt spontan einfällt. Damit Du nichts vergisst, haben wir hier eine ausführliche Liste zusammengestellt.

Werbungskosten oder Sonderausgaben?

wo Du Deine Kosten in der Steuererklärung eintragen musst

In der → Einleitung kannst Du noch einmal nachlesen, ob Du Deine Kosten bei den Werbungskosten oder bei den Sonderausgaben eintragen musst. Bei Studenten, die eine selbstständige Nebentätigkeit ausüben, gehören die Kosten zu den Betriebsausgaben oder den Sonderausgaben.

Damit wir im Text nicht immer alle drei Begriffe schreiben müssen (das wäre ziemlich unübersichtlich), haben wir uns für Werbungskosten entschieden. Das wird der häufigste Fall sein.

Faustregel: Für eine erste Ausbildung machst Du Sonderausgaben geltend, für eine zweite Ausbildung Werbungskosten.

Diese Kosten sparen Steuern

Arbeitsmittel

Das sind zum Beispiel Fachliteratur (z. B. Studienbücher), ein Computer oder Büromaterial, das Du für Dein Studium kaufen musst. Im Steuerrecht fasst man das unter dem Begriff Arbeitsmittel zusammen.

Du darfst die Kosten für das Arbeitsmittel komplett bei den Werbungskosten angeben, wenn es nicht mehr gekostet hat als

  • 410 € (ohne MwSt.) bzw.

  • 487,90 € (inkl. 19 % MwSt.) oder 438,70 € (inkl. 7 % MwSt.).

Das Finanzamt spricht dabei von Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter: Sofort, weil der Betrag nicht auf mehrere Jahre verteilt werden muss, und geringwertig, weil die Kosten in den Augen der Finanzverwaltung verhältnismäßig niedrig sind.

Wenn Dein Arbeitsmittel teurer war, musst Du die Kosten auf mehrere Jahre aufteilen und darfst jedes Jahr nur einen Teil der Kosten bei den Werbungskosten eintragen. Das ist die sogenannte Absetzung für Abnutzung, oder kurz: AfA. Umgangssprachlich spricht man von Abschreibung.

Die Dauer dieser Abschreibung richtet sich nach Tabellen der Finanzverwaltung, den sogenannten AfA-Tabellen. Die Tabellen gehen zum Beispiel davon aus, dass ein Computer drei Jahre genutzt wird (Steuer-Fachleute sprechen von Nutzungsdauer). Eine dreijährige Nutzungsdauer bedeutet, dass in den nächsten Jahren jedes Jahr 1 / 3 des Kaufpreises bei den Werbungskosten angegeben wird.

Jetzt passiert es natürlich selten, dass Du einen Computer direkt am 2. Januar kaufst... Deshalb gilt, dass monatsgenau gerechnet wird. Wenn Du Dir also irgendwann im April einen neuen Computer anschaffst, dann werden die 36 Monate (3 Jahre) auf vier Kalenderjahre verteilt:

  • Jahr 1: Abschreibung für April bis Dezember, also für 9 Monate = 9 / 36

  • Jahr 2: Abschreibung für Januar bis Dezember, also 12 Monate = 12 / 36

  • Jahr 3: Abschreibung für Januar bis Dezember, also 12 Monate = 12 / 36

  • Jahr 4: Abschreibung der noch fehlenden Monate, bis 36 / 36 voll sind – also noch 3 / 36.

Das musst Du beim Kauf von gebrauchten Arbeitsmitteln beachten

Auch gebraucht gekaufte Arbeitsmittel kannst Du so bei den Werbungskosten angeben. Allerdings kommt es doch auch ein bisschen darauf an, von wem Du die Sachen kaufst. Schuld daran ist die Umsatzsteuer: Privatleute geben auf ihren Quittungen keine Umsatzsteuer an (dürfen sie auch gar nicht). Kaufst Du im Second-Hand-Kaufhaus, wird auf der Rechnung 19 % Umsatzsteuer ausgewiesen.

Ob Du die Kosten für Dein Arbeitsmittel in der Steuererklärung auf einen Schlag angeben darfst oder über mehrere Jahre verteilen musst, hängt wieder von einem Höchstbetrag ab. Dieser ist – je nachdem, ob Umsatzsteuer ins Spiel kommt oder nicht – unterschiedlich hoch:

  • für Dinge, die ohne Umsatzsteuer gekauft wurden, beträgt er 410 €,

  • für Dinge, die mit Umsatzsteuer gekauft wurden, beträgt er 487,90 € (das entspricht 410 € plus 19 % Umsatzsteuer).

Arbeitsmittel, die Du für maximal diesen Betrag kaufst, gibst Du gleich in der Steuererklärung als Werbungskosten an – mit dem vollen Kaufpreis, den Du gezahlt hast (auf keinen Fall mit dem Neupreis!).

Sollte ein gebraucht gekauftes Arbeitsmittel tatsächlich einmal mehr kosten als das, gilt: Auch bei gebrauchten Gegenständen gibt es eine Nutzungsdauer – da die Nutzung aber bereits angefangen hat, spricht man von Restnutzungsdauer.

Mit anderen Worten: Je nachdem, wie alt ein gebraucht gekauftes Arbeitsmittel ist und wie stark es bereits beansprucht wurde, kannst Du die Restnutzungsdauer schätzen. Je niedriger die Restnutzungsdauer ist, desto schneller hast Du das Arbeitsmittel auf die kommenden Steuererklärungen verteilt und abgeschrieben.

Geschenkte oder geerbte Arbeitsmittel

Auch Gegenstände, die Du geschenkt bekommen oder geerbt hast, kannst Du für Dein Studium nutzen, also umwidmen. Dann darfst Du ab dem Zeitpunkt der Umwidmung für diese Gegenstände Werbungskosten geltend machen – und zwar in der Höhe, in der der Schenker bzw. Erblasser bei beruflicher Nutzung des Gegenstands Werbungskosten absetzen könnte, wenn er noch Eigentümer bzw. am Leben wäre.

Das bedeutet: Maßgebend für den Werbungskostenabzug ist auch hier der Restwert zum Zeitpunkt der Umwidmung. Den Restwert und die Restnutzungsdauer berechnest Du so, wie wir es bei den gebraucht gekauften Arbeitsmitteln beschrieben haben.

Auslandssemester, Auslandspraktika

Gilt das Studium als Berufsausbildung, sind auch die Kosten für Auslandssemester und Praktika im Ausland Werbungskosten.

Das heißt: Solange Du Deinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hast, sind die Kosten für die Unterkunft im Ausland Werbungskosten. Für die ersten drei Monate gibt es außerdem einen pauschalen Betrag für sogenannte Verpflegungsmehraufwendungen:

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: Kalendertägliche Abwesenheitsdauer 24 Stunden

24 €

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: An- und Abreistag, wenn die Abwesenheit vom Lebensmittelpunkt diesen, einen anschließenden oder vorhergehenden Tag umfasst (keine Mindestabwesenheit erforderlich)

12 €

Definition: Der Lebensmittelpunkt ist an dem Ort, an den Du persönlich gebunden bist. Dies ist regelmäßig dort, wo Du Mitglied in einem Verein bist oder wo Deine Familie oder Deine / e Partner / in wohnt.

Fahrtkosten

Für die Fahrt zur Uni oder Ausbildungsstätte darfst Du Fahrtkosten geltend machen. Hier gilt: Das Finanzamt akzeptiert die sogenannte Entfernungspauschale, das sind 30 Cent pro Entfernungskilometer. Entfernungskilometer heißt: Nur die einfache Strecke spart Steuern.

Rechenbeispiel: Laut Routenplaner beträgt die Entfernung vom Studentenwohnheim zur Uni 6 Kilometer. Du Darfst bei den Werbungskosten Fahrtkosten in Höhe von 6 × 30 Cent = 1,80 € angeben für jeden Tag, den Du an der Uni verbracht hast. Dabei ist es egal, ob Du den Bus nimmst, das Fahrrad oder mit dem Auto fährst. Du bekommst die Entfernungspauschale sogar dann, wenn Du nur Mitfahrer im Auto bist. Und auch, wenn Du zu Fuß gehst.

Gebühren

Ausgaben für Semester-, Studien-, Kurs-, Repetitoriums-, Lehrgangs-, Zulassungs-, Prüfungsgebühren usw. gehören zu den Ausbildungskosten und damit auch zu den Werbungskosten.

Lerngruppen

Wenn Du Dich nach der Vorlesung oder am Wochenende mit Kommilitonen in einer privaten Lerngruppe triffst, um das Gelernte gemeinsam nachzubereiten, kann auch das beim Steuern sparen helfen. Voraussetzung dafür, dass Du hier Kosten in der Steuererklärung angeben darfst, ist, dass ihr euch sich nahezu ausschließlich aus Gründen der Ausbildung zusammensetzt – also nicht nebenbei Geburtstag feiern, Fußball gucken oder die nächste Party planen! Am besten schreibst Du für das Finanzamt genau auf, wann und wo ihr euch getroffen und welche Themen ihr dabei wiederholt habt.

Dann kannst Du die Fahrt zur Lerngruppe bei den Werbungskosten wie folgt angeben: 30 Cent pro Kilometer der Hin- und Rückfahrt.

Vielleicht veranstaltet ihr einen richtig langen Lernmarathon oder die Kommilitonen in Deiner Lerngruppe wohnen nicht in der gleichen Stadt wie Du, sodass Du im Anschluss ans Lernen bei Deinen Kommilitonen übernachtest. Dann kann es sein, dass Du 8 oder noch mehr Stunden von zuhause weg bist. Dafür kannst Du dann sogar den Verpflegungsmehraufwand geltend machen, von dem wir oben schon einmal geschrieben haben. Hier sind nochmal die Beträge:

Mehrtägiger Aufenthalt bei der Lerngruppe: Kalendertägliche Abwesenheitsdauer 24 Stunden

24 €

Mehrtägiger Aufenthalt bei der Lerngruppe: An- und Abreistag, wenn die Abwesenheit von Deiner Wohnung diesen, einen anschließenden oder vorhergehenden Tag umfasst (keine Mindestabwesenheit erforderlich)

12 €

Eintägiger Aufenthalt bei der Lerngruppe: Abwesenheit mehr als 8 Stunden

12 €

weniger als 8 Stunden

0 €

Miete für WG-Zimmer / Studentenwohnheim / Wohnung

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du sogar viele Kosten rund ums Wohnen in Deiner Steuererklärung angeben. Damit das geht, muss es sich um eine sogenannte doppelte Haushaltsführung handeln.

Das bedeutet: Du musst neben Deinem Haushalt am Studienort (ein WG-Zimmer reicht dafür schon aus!) eine weitere Wohnung an Deinem sogenannten Lebensmittelpunkt haben. Die Wohnung kann auch eine Mietwohnung sein, die Einliegerwohnung im Haus Deiner Eltern oder ein Zimmer in einer anderen WG. Wichtig: Bei dieser Wohnung am Lebensmittelpunkt musst Du Dich finanziell an den Kosten der Lebensführung in dieser Wohnung beteiligen! Dass Du im Haushalt Deiner Eltern ein oder mehrere Zimmer bewohnst oder eine Wohnung im Elternhaus unentgeltlich nutzen kannst, reicht für den Kostenabzug leider nicht aus.

Einfacher ist die Sache mit dem Lebensmittelpunkt, die Du dem Finanzamt gegenüber natürlich auch nachweisen musst. Das machst Du z. B. über eine Liste mit den Fahrten, die Du (möglichst oft) dorthin durchgeführt hast (Tankquittung oder Bahnticket als Beweis aufheben) oder einem Nachweis darüber, dass Du Mitglied in einem Verein an diesem Ort bist.

Wie das mit der doppelten Haushaltsführung genau funktioniert, haben wir → hier in einem Beitrag für Berufseinsteiger erklärt. Für Studenten gilt das gleiche.

Falls die Voraussetzungen vorliegen, darfst Du für die ersten drei Monate im Wohnheim, der WG oder der eigenen Wohnung zusätzlich noch die sogenannten Verpflegungspauschalen in der Steuererklärung angeben. Das sind die folgenden festen Beträge:

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: Kalendertägliche Abwesenheitsdauer 24 Stunden

24 €

Mehrtägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: An- und Abreistag, wenn die Abwesenheit von der Wohnung der Eltern diesen, einen anschließenden oder vorhergehenden Tag umfasst (keine Mindestabwesenheit erforderlich)

12 €

Eintägiger Aufenthalt am Studien- / Ausbildungsort: Abwesenheit mehr als 8 Stunden

12 €

weniger als 8 Stunden

0 €

Hinweis: Falls Dir jemand etwas von auswärtiger Unterbringung erzählt, die Du absetzen kannst, dann erkläre ihm bitte, dass es das seit 2014 nicht mehr gibt. Nur bis Ende 2013 galt: Wohnte ein Student während seines Studiums außerhalb der elterlichen Wohnung und führte einen getrennten Haushalt, lag eine auswärtige Unterbringung vor. Trug er selbst die auswärtigen Unterbringungskosten, etwa die Miete für das Studentenappartement, konnte er diese abziehen. Das ist aber inzwischen abgeschafft.

Telefon und Internet

Internet- und Telefonkosten, die durch Ausbildung oder Studium entstehen, gehören ebenfalls zu den Werbungskosten. Wie viel Du angeben darfst, berechnest Du anhand eines Einzelverbindungsnachweises selbst.

Wenn Du also beispielsweise mit Kommilitonen telefonierst, um Dich für eine → Lerngruppe zu verabreden, oder den Prof, seine Sekretärin, das Prüfungsamt, das Studentenwerk usw. anrufst, dann berechnest Du, wie viel Prozent Deiner insgesamt am Telefon verbrachten Zeit das war. Den entsprechenden Prozentsatz Deiner Rechnung bzw. Flatrate gibst Du bei den Werbungskosten an.

Unbezahlte Praktika

Wenn Du ein unbezahltes Praktikum machst, das zum Studium gehört (!), und es entstehen dafür Kosten, dann darfst Du diese im Rahmen der Werbungskosten angeben. Dazu gehören zum Beispiel: Fahrtkosten (30 Cent jeden Kilometer, also Hin- und Rückfahrt) oder → Arbeitsmittel, die Du extra für dieses Praktikum gekauft hast.

Unfallkosten

Passiert auf einer Fahrt im Zusammenhang mit Deiner Ausbildung ein Unfall, z. B. bei der Fahrt zur Uni oder zu einer Lerngemeinschaft, kannst Du die dabei entstehenden Kosten absetzen.

Die Kosten ermittelst Du am besten in einer gesonderten Aufstellung, die Du der Steuererklärung beilegst. Einen kostenlosen Mustervordruck, mit dem Du Unfallkosten einfach und vollständig in der Steuererklärung geltend machen kannst, findest Du unter www.steuertipps.de im Bereich Service / Berechnungsbögen und Arbeitshilfen. Dabei geht es zwar um Unfälle von Selbstständigen, aber letztendlich ist es das gleiche.

Ausbildungsdarlehen, Stipendien und BAföG in der Steuererklärung

Ausbildungsdarlehen und BAföG-Darlehen

Zinsen für ein Ausbildungsdarlehen gehören zu den abziehbaren Kosten. Die Rückzahlung (Tilgung) des Ausbildungsdarlehens dagegen darfst Du in der Steuererklärung nicht angeben – egal ob Du das Darlehen in Raten oder in einem Betrag zurückzahlst. Das gilt auch für die Raten zur Rückzahlung eines BAföG-Darlehens.

Öffentliche Arbeitgeber gewähren oft nicht nur ein Darlehen, sondern vergeben zusätzlich Studienplätze aus einem Studienplatzkontingent. Damit erhalten ihre Studenten über das Darlehen hinaus einen Vorteil. Um diesen Vorteil auszugleichen, müssen die Studenten einen höheren Betrag zurückzahlen, also einen Darlehenszuschlag. Wegen des engen Zusammenhangs mit dem Studium ist der Zuschlag bei den Werbungskosten abziehbar.

BAföG und Stipendien

Bekommst Du zur Förderung Deiner Berufsausbildung steuer- und rückzahlfreie Zuschüsse, mit denen zum Beispiel Kosten für Arbeitsmittel und Fahrtkosten abgegolten werden, musst Du den entsprechenden Betrag von Deinen Ausbildungskosten abziehen. Das betrifft z. B. der Zuschussanteil beim Meister-BAföG und Leistungen für Weiterbildungsmaßnahmen nach §§ 79, 81 SGBIII. Die Zuschüsse werden auch dann auf die Aufwendungen angerechnet, wenn Du sie erst nachträglich erhältst.

Sebastian absolvierte Ende des Jahres 01 eine Ausbildung. Die Kosten in Höhe von 300 € bezahlt er zunächst selbst. Anfang des Jahres 02 erstattet ihm die Arbeitsagentur 170 €. Obwohl Sebastian die Erstattung erst im Jahr 02 erhalten hat, muss er sie im Jahr 01 anrechnen. Deshalb darf er in 01 nur 130 € steuerlich geltend machen (= 300 € - 170 €).

Sind die steuerfreien Bezüge dagegen ausschließlich oder teilweise zur Deckung des Lebensunterhalts bestimmt (z. B. Schüler- und Studenten-BAföG nach § 12 und § 13 BAföG, Ausbildungsbeihilfen nach § 59 Nr. 3 SGBIII, Unterhaltsgeld nach §§ 77, 153 SGBIII), werden sie nicht auf die Ausbildungskosten angerechnet. Sie müssen also auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Wir sind der Meinung, dass das auch für das nicht rückzahlbare Deutschlandstipendium in Höhe von 300 € gilt. Allerdings: Bei bestimmten Konstellationen privater, staatlich anerkannter Hochschulen sind dabei Ausnahmen möglich. Am besten fragst Du direkt bei Deiner Hochschule nach.

Ein Stipendium aus öffentlichen Mitteln (auch aus EU-Förderprogrammen) ist im Gegensatz zu privaten Stipendien steuerfrei, wenn es zu Studienzwecken gewährt wird und der Empfänger (also Du) im Zusammenhang mit dem Stipendium nicht zu einer bestimmten Arbeitnehmertätigkeit verpflichtet ist. Bei Schülern und Studenten ist diese Voraussetzung normalerweise erfüllt. Die Prüfung, ob die Voraussetzungen für die Steuerfreiheit der Stipendien vorliegen, muss das Finanzamt vornehmen, das für die Veranlagung des Stipendiengebers zur Körperschaftsteuer zuständig ist – also nicht Dein Finanzamt.

Deine Ausbildungskosten musst Du um diesen Betrag kürzen. Darf mit dem Geld dagegen der eigene Lebensunterhalt bestritten werden, muss keine Kürzung und keine Angabe in der Steuererklärung erfolgen.

Geldgeschenke zur Finanzierung der Ausbildung

Bekommst Du Geld zur Finanzierung Deiner Ausbildungskosten von Verwandten oder Bekannten geschenkt, werden diese Mittel nicht auf die abziehbaren Ausbildungskosten angerechnet und müssen in der Steuererklärung nicht angegeben werden.

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