Winterbeschäftigungs-Umlage: Das sollten Sie als Arbeitnehmer wissen

 - 

Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe, im Dachdeckerhandwerk und auch im Garten- und Landschaftsbau zahlen eine Umlage zur Finanzierung des Wintergelds. Diese Umlage darf in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden!

Seit 2006 ersetzt das Saison-Kurzarbeitergeld das bisherige Winterausfallgeld. Das Saison-Kurzarbeitergeld ist nach § 3 Nr. 2 EStG steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Der Arbeitgeber muss deshalb diese Lohnersatzleistung in der Lohnsteuerbescheinigung angeben.

Das gilt für Zuschuss-Wintergeld und Mehraufwands-Wintergeld

Als ergänzende Leistungen erhalten Arbeitnehmer das Zuschuss-Wintergeld und das Mehraufwands-Wintergeld nach § 175a SGB III. Diese Leistungen sind nach § 3 Nr. 2 EStG steuerfrei und unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt. Sie brauchen deshalb diese Zahlungen nicht in Ihrer Steuererklärung anzugeben und der Arbeitgeber braucht sie auch nicht in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung einzutragen.

Finanzierung: Umlage gehört zu den Werbungskosten!

Zur Finanzierung des Wintergeldes wird eine Umlage erhoben, an der auch Arbeitnehmer mit 0,8 % ihres Bruttoarbeitslohnes beteiligt sind. Der Arbeitgeber behält den Umlageanteil direkt vom Lohn ein. Betroffen sind Beschäftigte des Bauhauptgewerbes sowie im Dachdeckerhandwerk und auch im Garten- und Landschaftsbau.

Die von Ihnen gezahlten Umlagebeiträge sind als Werbungskosten in der Anlage N abzugsfähig (Verfügung der OFD Münster vom 15.6.2007, DB 2007 S. 1613). Sollte Ihr Finanzbeamter dies anders sehen, verweisen Sie ihn auf die amtliche Gesetzesbegründung (Deutscher Bundestag Drucksache 16/429, Seite 12).

Arbeitgeber können diese Umlage in einer freien Zeile auf der Lohnsteuerbescheinigung ausweisen.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.