Prozess vor dem Arbeitsgericht führt zu Werbungskosten

 - 

Hängen Kosten, die bei einem arbeitsgerichtlichen Prozess entstehen, so eng mit der Berufstätigkeit zusammen, dass sie in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden dürfen? Ja, sagt der BFH. Das dürfe man regelmäßig vermuten.

Werbungskosten, so das Gericht, entstehen dabei grundsätzlich auch dann, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die streitigen Ansprüche im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Vergleichs einigen.

Im entschiedenen Fall ging es um die Prozesskosten eines beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers. Infrage gestellt wurde, ob seine Aufwendungen für einen vor dem Arbeitsgericht geführten Prozess durch seine Gesellschafter-Stellung oder durch seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer veranlasst sind, wenn die Kosten entstehen, um sein Ansehen gegenüber Kunden und Geschäftspartnern der GmbH aufrecht zu erhalten (BFH-Urteil vom 9.2.2012, VI R 23/10 ).

Weitere News zum Thema
  • [] Dichter Schneefall, glatte Straßen und in Gedanken noch oder schon bei der Arbeit: Ein Unfall ist da schnell passiert. Falls Sie die Kosten nicht vom Arbeitgeber ersetzt bekommen, dürfen Sie in Ihrer Steuererklärung Werbungskosten geltend machen! mehr

  • [] Strom, Wasser, Telefon und Heizung – diese Kosten werden im Jahr 2020 durch das Arbeiten im Home-Office eine deutliche Mehrbelastung für alle bedeuten, die von zu Hause arbeiten. Dazu fällt für viele die Pendlerpauschale weg. Dies soll durch die Homeoffice-Pauschale ausgeglichen werden. Doch gelingt dies der Koalition mit ihren Plänen? mehr

  • [] Sie haben es geschafft und das Finanzamt hat Ihr häusliches Arbeitszimmer steuerlich anerkannt. Jetzt sind grundsätzlich alle Kosten als Werbungskosten abziehbar, die Sie dem Arbeitszimmer direkt oder anteilig zuordnen können. Bezügliches des Badezimmers hat der BFH aber ein leider steuerzahler-unfreundliches Urteil gefällt. mehr

Weitere News zum Thema