Prozess vor dem Arbeitsgericht führt zu Werbungskosten

 - 

Hängen Kosten, die bei einem arbeitsgerichtlichen Prozess entstehen, so eng mit der Berufstätigkeit zusammen, dass sie in der Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden dürfen? Ja, sagt der BFH. Das dürfe man regelmäßig vermuten.

Werbungskosten, so das Gericht, entstehen dabei grundsätzlich auch dann, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die streitigen Ansprüche im Rahmen eines arbeitsgerichtlichen Vergleichs einigen.

Im entschiedenen Fall ging es um die Prozesskosten eines beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführers. Infrage gestellt wurde, ob seine Aufwendungen für einen vor dem Arbeitsgericht geführten Prozess durch seine Gesellschafter-Stellung oder durch seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer veranlasst sind, wenn die Kosten entstehen, um sein Ansehen gegenüber Kunden und Geschäftspartnern der GmbH aufrecht zu erhalten (BFH-Urteil vom 9.2.2012, VI R 23/10 ).

Weitere News zum Thema

  • Erstausbildung: Werbungskostenabzug rückt näher!

    [] Seit Jahren wird vor dem Bundesverfassungsgericht gestritten, ob die Kosten einer Erstausbildung (wieder) als Werbungskosten abzugsfähig sein sollten. Genauso lange raten wir unseren Lesern, in der Steuererklärung Werbungskosten dafür geltend zu machen. Das sieht jetzt auch die Bundesrechtsanwaltskammer so! mehr

  • Lehrerin: Keine Werbungskosten für Schulhund

    [] Eine Lehrerin kann die Kosten für ihren Hund, der sie drei Mal pro Woche in die Schule begleitet und dort als Schulhund eingesetzt wird, nicht als Werbungskosten in ihrer Steuererklärung geltend machen. mehr

  • Doppelte Haushaltsführung: Lage der Wohnungen zu berücksichtigen

    [] Die Entscheidung über den Lebensmittelpunkt erfordert eine Würdigung aller Umstände des Einzelfalls, die sich aus einer Zusammenschau mehrerer Einzeltatsachen ergibt. Dabei kann auch ein Vergleich der Lage der Wohnungen als Indiz bei der Beurteilung des Lebensmittelpunkts von Bedeutung sein. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.