Pilotenausbildung: Keine Werbungskosten

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Kosten für die Pilotenausbildung an einer Flugschule mit dem Ziel, bei einer bestimmten Fluggesellschaft als Pilot beschäftigt zu werden, können steuerlich nicht als vorab entstandene Werbungskosten geltend gemacht werden.

Das geht aus einer Entscheidung des FG Berlin-Brandenburg hervor (Urteil vom 17.12.2008, Az. 8 K 6331/06 B, Az. der Revision beim BFH: VI B 6/09).

Kosten für eine Berufsausbildung oder ein Erststudium können nur dann als vorweggenommene Werbungskosten steuerlich geltend gemacht werden, wenn es sich um eine Ausbildung im Rahmen eines Dienstverhältnisses handelt.

In dem vom FG Berlin-Brandenburg entschiedenen Fall wurden die Schulungskosten zum Teil von einer Fluggesellschaft und zum Teil vom Flugschüler selbst getragen. Die Fluggesellschaft gewährte dem angehenden Piloten dabei ein Darlehen in Höhe des Eigenanteils. Dieses war erst nach Beginn eines Arbeitsverhältnisses mit der Fluggesellschaft zu verzinsen und zu tilgen.

Der Flugschüler war der Auffassung, es liege ein mit einem Dienstverhältnis gleichzusetzendes Ausbildungsverhältnisses zwischen ihm und der Fluggesellschaft vor. Er machte daher in seiner Steuererklärung vorweggenommene Werbungskosten geltend.

Die Finanzrichter stellten klar: Voraussetzung der Abzugsfähigkeit von Aufwendungen einer Erstausbildung ist ein Dienstverhältnis und nicht nur ein Ausbildungsverhältnis. Hier gab es jedoch lediglich einen Darlehensvertrag über den Eigenanteil des Flugschülers an den Schulungskosten. Dieser erhielt auch von der Fluggesellschaft weder eine Vergütung, noch hatte er nach Abschluss seiner Ausbildung Anspruch auf einen Arbeitsplatz - sondern nur die Möglichkeit, sich bei der Fluggesellschaft zu bewerben.

Der angehende Pilot hat gegen das Urteil Revision beim BFH eingelegt (Az. VI B 6/09).

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