Corona-Soforthilfen und Umsatzsteuer
Bei den im Rahmen des »Corona-Soforthilfe-Programms« gewährten Leistungen handelt es sich umsatzsteuerlich um sogenannte echte nichtsteuerbare Zuschüsse. Das bedeutet: Sie müssen weder in der Umsatzsteuer-Voranmeldung noch in der Umsatzsteuer-Erklärung angegeben werden.

Corona-Soforthilfen und Umsatzsteuer

 - 

Bei den im Rahmen des »Corona-Soforthilfe-Programms« gewährten Leistungen handelt es sich umsatzsteuerlich um sogenannte echte nichtsteuerbare Zuschüsse. Das bedeutet: Sie müssen weder in der Umsatzsteuer-Voranmeldung noch in der Umsatzsteuer-Erklärung angegeben werden.

Darauf weist das Bayerische Landesamt für Steuern (BayLfSt) hin.

Insbesondere seien diese Zuschüsse nicht in den Kennzahlen 48 (Steuerfreie Umsätze ohne Vorsteuerabzug, z.B. Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 28 UStG) und 45 (Übrige nicht steuerbare Umsätze, deren Leistungsort nicht im Inland liegt) einzutragen. Diese Kennzahlen sind nicht für echte Zuschüsse vorgesehen (BayLfSt, Informationen zur umsatzsteuerlichen Behandlung gewährter Corona-Soforthilfen (PDF)).

Achtung: Hinsichtlich der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer unterliegen die Zahlungen aus der Soforthilfe der Steuerpflicht!

  • Mit dem »Corona-Soforthilfe-Programm« können Solo-Selbständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie schnelle Hilfen in Form von Zuschüssen beantragen.

  • Die Soforthilfe dient dazu, die wirtschaftliche Existenz der Unternehmen zu sichern und Liquiditätsengpässe durch die Folgen der Corona-Pandemie zu überbrücken.

  • Es handelt sich hierbei um eine Billigkeitsleistung, die nicht zurückgezahlt werden muss. Voraussetzung: Die relevanten Angaben im Antrag waren richtig, vollständig und wahrheitsgemäß.

auch interessant:

(MB)

Weitere News zum Thema
  • [] Die seelsorgerische Versorgung eines Altenheims im Umfang von zehn Wochenstunden durch Gottesdienste, Bibelstunden, Bibelgruppen und Einzelseelsorge ist eine Leistung, die von der Umsatzsteuer befreit sein kann. mehr

  • [] Wer Lebensmittel oder zubereitete Speisen verkauft, entnimmt gelegentlich Produkte für den eigenen Bedarf. Diese Entnahme muss versteuert werden. Bei der Berechnung der steuerpflichtigen Entnahme kann auf Pauschbeträge zurückgegriffen werden. Diese waren für 2021 eigentlich schon veröffentlicht – wurden nun aber noch einmal geändert. mehr

  • [] Normalerweise muss auch auf Sachspenden Umsatzsteuer abgeführt werden, wenn der der gespendete Gegenstand beim Kauf zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt hatte. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auf die Umsatzsteuer für Sachspenden zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2021 verzichtet. mehr

Weitere News zum Thema