Schuldzinsen als Werbungskosten: Sie müssen Darlehensverwendung eindeutig belegen

 - 

Schuldzinsen können Sie als Werbungskosten abziehen, wenn sie mit den Vermietungseinkünften zusammenhängen. Sie müssen dafür genau belegen, welche Darlehen und damit welche Zinsen zu der vermieteten Immobilie gehören.

Schwierig wird dieser Nachweis, wenn ein Immobilienbesitzer mehrere Darlehen aufnimmt, die Darlehensmittel aber nicht sofort zur Anschaffung oder Herstellung eines Mietobjektes verwendet, sondern zunächst verzinslich anlegt. Dann verlangt das Finanzamt einen peniblen Nachweis, dass mit den jeweiligen Darlehen vermietete Immobilien angeschafft wurden.

Das bedeutet: Sie müssen belegen können, mit welchem Darlehen in welcher Höhe Sie eine bestimmte Immobilie finanziert haben. Das gilt vor allem, wenn auch eine selbst genutzte Immobilie mit Kredit finanziert wurde.

Es genügt nicht, wenn der Immobilienbesitzer dem Finanzamt erklärt, der Gesamtaufwand für die Vermietungsobjekte übersteige die Darlehenssumme (FG München vom 29.12.2005, Az. 1 K 4060/02).

Weitere News zum Thema
  • [] Seit 1.5.2023 gibt es das Deutschlandticket – auch D-Ticket oder 49-Euro-Ticket genannt – im monatlich kündbaren Abonnement. Mit dem D-Ticket können Sie bundesweit alle Verkehrsmittel des öffentlichen Nahverkehrs nutzen. Was müssen Sie steuerlich beachten mehr

  • [] Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich näher damit beschäftigt, wann bei einem Leiharbeitnehmer der berufliche Einsatzort eine erste Tätigkeitsstätte ist, und dabei auch Grundsätzliches klargestellt. mehr

  • [] Umzugskosten können beruflich veranlasst und steuerlich als Werbungskosten absetzbar sein, wenn der Umzug zu einer wesentlichen Erleichterung der Arbeitsbedingungen führt. Das ist inzwischen ständige Rechtsprechung. Neu ist, dass die Erleichterung der mehr

Weitere News zum Thema