Fußball-Eintrittskarte mit 900 Prozent Gewinn verkaufen - Fiskus geht leer aus

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Beim Weiter-Verkauf einer Fußball-Eintrittskarte handelt es sich nicht um den Verkauf eines Spekulationsobjekts innerhalb eines Jahres, entschied das FG Baden-Württemberg.

Kauft sich ein Fußball-Fan im Vertrauen darauf, dass seine Mannschaft (hier der FC Bayern München) ins Endspiel der Championsleague kommt, zwei Karten für den Eintritt, gelingt das der Lieblingsmannschaft aber nicht, so sinkt naturgemäß das Interesse an der Partie ohne den FC.

Verkauft der Fan die Karten dann über eine Plattform mit einem Gewinn von etwa 900%, so kann der Fiskus seinen Appetit nicht verhehlen - und forderte hier wegen des Verkaufs eines Spekulationsobjekts innerhalb eines Jahres Steuern.

Das FG Baden-Württemberg allerdings kippte den Bescheid: Es habe sich um Wertpapiere gehandelt, die längst nicht mehr besteuert werden dürften. Außerdem hab es sich bei dem Verkauf um eine Kapitalforderung gehandelt, deren Anspruch nicht auf Geld, sondern auf den Zutritt zu einer Veranstaltung gehandelt habe.

Inzwischen liegt der Fall beim Bundesfinanzhof, der eine endgültige Entscheidung treffen muss (FG Baden-Württemberg, Urteil vom 2.3.2018, Az. 5 K 2508/17; Revision beim BFH: IX R 10/18).

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