Aufgrund von Wartungsarbeiten stehen Teilbereiche unserer Seite, wie z.B. Shop, Login, Kundenkonto und Registration bis voraussichtlich 14:00 Uhr nicht zur Verfügung.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Höhere Altersvorsorgezahlungen absetzbar

 - 

Mit dem Abschluss eines Basis-Rentenvertrags (der Rürup-Rente) können sich insbesondere Selbstständige eine private Altersvorsorge aufbauen und damit Steuern sparen. Ähnlich funktioniert das mit freiwilligen Beiträgen in die gesetzliche Rentenkasse. Im Jahr 2020 gelten dabei günstigere Regeln zur steuerlichen Absetzbarkeit.

Die steuerliche Förderung für Rürup-Renten steigt planmäßig weiter an. Absetzbar sind nun 90 % der Einzahlungen. Geregelt ist das in § 10 Abs. 3 Einkommensteuergesetz. Doch genauso können Selbstständige in der Regel auch freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, was gerade für ältere Selbstständige deutlich günstiger ist. Maximal werden 2020 für Alleinstehende Renten-Einzahlungen in Höhe von 25.045,80 € und für Verheiratete in Höhe von 50.091,60 € steuerlich gefördert.

Maximal sind damit 2020 für Alleinstehende (90 % hiervon =) 22.541,– € steuerlich absetzbar. Für Verheiratete gilt jeweils der doppelte Betrag. De facto werden in den Regel allerdings deutlich niedrigere Beträge eingezahlt, im Durchschnitt sind es jährlich weniger als 3.000,– €. Doch hiervon sind immerhin 2.700,– € absetzbar, was bei einem Steuersatz von 30 % immerhin gut 800,– € Steuerersparnis bringt. Die Steuervorteile gelten für Selbstständige und für Arbeitnehmer gleichermaßen.

Doch Achtung: Bei gesetzlich Versicherten werden auf diese Höchstbeträge die kompletten gesetzlichen Pflichtbeiträge einschließlich der Arbeitgeberanteile angerechnet.

Freiwillige Einzahlungen in die Gesetzliche

Genau die gleichen Steuervorteile gelten auch für freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV), die vor allem für Selbstständige möglich sind. Für Selbstständige, die es sich leisten können, viel in die eigene Altersvorsorge zu investieren, sind solche Einzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse lohnend, hat u.a. die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift »Finanztest« mehrfach vorgerechnet.

Arbeitnehmer können zwar, weil sie pflichtversichert sind, keine »klassischen« freiwilligen Beiträge in die Rentenversicherung zahlen, doch sie können freiwillig Ausgleichszahlungen für künftig zu erwartende Rentenabschläge leisten. Solche Ausgleichszahlungen sind schon ab 50 Jahren möglich – und sie sind genauso steuerbegünstigt wie Beiträge von Selbstständigen in eine Rürup-Rente. 2017 und mehr noch 2018 hat es einen regelrechten Run auf diese neu eingeführte Möglichkeit gegeben.

(MS)

Weitere News zum Thema
  • [] Der BFH meint: Zwar liegt eine Vergütung für mehrjährige Tätigkeit vor, da die früheren Beitragszahlungen einen Zeitraum von mehr als zwölf Monaten umfassen. Aber: Erforderlich für die Anwendung der Fünftelregelung ist neben der »Zusammenballung von Einkünften« zusätzlich die »Außerordentlichkeit« dieser Einkünfte. mehr

  • [] Union Investment ist mit seiner UniProfiRente unbestritten Marktführer unter den Riester-Fondssparplänen. Stolz verweist der Finanzdienstleister darauf, dass "1,8 Millionen zufriedene Menschen in Deutschland bereits mit dem Marktführer riestern". Das scheint jedoch stark übertrieben zu sein, denn es mehren sich diejenigen, die ihre Riester-Rente beziehen und keineswegs mit deren Rendite zufrieden sind. mehr

  • [] Am heutigen Tag der älteren Menschen können wir uns glücklich schätzen, in einer langen Friedensperiode leben und uns über ein langes Leben freuen zu dürfen. Dafür sorgen unter anderem gesunde Ernährung und gute Ärzte. Doch nicht alle profitieren von Wohlstand und medizinischem Fortschritt, denn noch immer gibt es Lebensumstände, die sich negativ auf Gesundheit und Langlebigkeit auswirken.  mehr

  • [] Über den schmalen Grat zwischen Verschweigen und Fehlinformieren – unter diese Überschrift könnte man ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts stellen. Worum es ging? Um einen Arbeitgeber, der seinen Beschäftigten Informationen vorenthalten hat, die für den Abschluss einer betrieblichen Altersvorsorge eigentlich eminent wichtig sind: nämlich die viel diskutierte Belastung der später bezogenen Betriebsrente durch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.  mehr

  • [] Vermögenswirksame Leistungen können als Altersvorsorge dienen, sie können jedoch auch bereits nach sieben Jahren ausgezahlt werden. Diese siebenjährige Bindungsfrist hindert wohl viele Arbeitnehmer, die in zwei oder drei Jahren in Rente gehen, am Abschluss eines neuen VL-Vertrags. Schade drum. mehr

Weitere News zum Thema