Fahrt zur Arbeit kostet im Schnitt fast ein Monatseinkommen pro Jahr!

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Zu diesem Ergebnis kommt die "Initiative Neue soziale Marktwirtschaft" (INSM) in einer Studie. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede.

Im Auftrag der INSM wurden Pendler in den 100 größten deutschen Städten nach ihrer Fahrleistung befragt. Ergebnis: Der durchschnittliche Arbeitnehmer fährt pro Jahr 6.600 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz und wieder zurück nach Hause.

Die Kosten berechneten die Forscher dann beispielhaft anhand eines Diesel-Pkw der unteren Mittelklasse. Unter Berücksichtigung von Verbrauch, Steuern, Versicherung, Wartung und Anschaffung kamen sie auf einen Kilometersatz von 0,29 Euro.

Bei einer Fahrleistung von 6.600 Kilometern entspricht das 1.914 Euro, die Arbeitnehmer jährlich aufbringen müssen. Zum Vergleich: Ein mittleres Monats-Bruttoeinkommen liegt etwa bei 2.250 Euro.

Dabei gibt es eklatante regionale Unterschiede: In Städten mit großen stadtnahen Arbeitgeber wie Ludwigshafen (BASF) oder Wolfsburg (VW), lagen die Kosten rund 500 Euro unter dem Mittelwert. In Städten in Randgebieten großer Metropolen wie Velbert oder Hanau lagen die Fahrtkosten hingegen bis zu 800 Euro über dem Durchschnitt.

Mit diesem Ergebnis sorgen die Forscher für neuen Zündstoff in der Diskussion um die Entfernungspauschale und leitet auch gleich Forderungen an die Politik ab. Besonders bedenklich findet die INSM den hohen Steueranteil an den Fahrtkosten von rund 30 Prozent. "Wenn die Politik von den Menschen mehr berufliche Mobilität fordert, muss sie gleichzeitig darauf achten, dass die Belastungen nicht weiter steigen. Deshalb sollte auch die Höhe der Mineralölsteuer überdacht werden", so INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer.

Weitere Informationen bei www.insm.de

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