Kinderbetreuungskosten 2006: BMF-Schreiben soll Klarheit bringen

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Wollen Sie für die Jahre ab 2006 Aufwendungen für die Betreuung Ihres Kindes steuerlich geltend machen, kommen verschiedene Möglichkeiten infrage: Je nach Einzelfall können Sie die Kosten »wie« Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten oder als Sonderausgaben berücksichtigen. Welche Spielregeln hier seit 2006 gelten, lesen Sie im Steuer-Spar-Berater.

Neue Regelungen führen immer zu Unsicherheiten und Zweifelsfragen. Das gilt insbesondere, wenn es sich um eine so komplizierte Vorschrift handelt, wie diese. Deshalb will das Bundesfinanzministerium nun Licht in das Dunkel bringen. In dem Anwendungsschreiben gehen die Bundesbeamten darauf ein,

  • was »Dienstleistungen zur Betreuung« sind,
  • welche Aufwendungen der Finanzbeamte berücksichtigen darf,
  • welche Dokumente als »Rechnung« gelten,
  • wann ein Kind zu einem Haushalt gehört,
  • wer in welcher Höhe Kinderbetreuungskosten geltend machen darf,
  • welche Nachweise erforderlich sind und
  • welche Voraussetzungen für welche Abzugsart im Einzelnen erfüllt sein müssen (BMF-Schreiben IV C 4 -S 2221 - 2/07 vom 19.1.2007).

Zwar sieht das Gesetz vor, dass Kinderbetreuungskosten durch eine »Rechnung« und den Nachweis der Einzahlung des Entgeltes auf ein Konto des Empfängers nachzuweisen sind. Da der Gesetzgeber diese Vorschrift aber Mitte 2006 rückwirkend ab Januar 2006 eingeführt hat, konnten Sie das nicht rechtzeitig wissen. Deshalb erkennen die Finanzbeamten die Kinderbetreuungskosten auch an, wenn Sie für 2006 zum Beispiel »nur« eine Bescheinigung der Tagesmutter vorlegen können. Bei den Steuererklärungen für die Jahre ab 2007 geht aber ohne »Rechnung« und Einzahlungsbeleg gar nichts.

Wollen Sie das Anwendungsschreiben des Bundesministeriums der Finanzen selbst lesen, können Sie das hier tun.

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