Elterngeld: Auch Mindestbetrag unterliegt dem Progressionsvorbehalt und erhöht Ihre Steuer

 - 

Das Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Auch das Mindestelterngeld in Höhe von 300 Euro wird in den Progressionsvorbehalt mit einbezogen. Das bedeutet, dass auf Ihre übrigen steuerpflichtigen Einkünfte ein besonderer Steuersatz angewendet wird und Sie deshalb mehr Steuern zahlen müssen.

Dies ist verfassungsgemäß, eine entsprechende Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 2604/09).

Hatten Sie Einspruch eingelegt, weil bei Ihnen auf das Mindestelterngeld der Progressionsvorbehalt angewendet wurde, wird das Finanzamt Sie jetzt auffordern, Ihren Einspruch zurückzunehmen oder negativ über den Einspruch entscheiden.

Weitere News zum Thema
  • [] Die Weiterbildung zum Facharzt ist nicht Teil einer einheitlichen erstmaligen Berufsausbildung, sagt das FG Niedersachsen. Die Folge: Der Anspruch auf Kindergeld fällt weg. Allerdings ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn der Fall liegt mehr

  • [] Für ein volljähriges Kind, das während seiner Berufsausbildung erkrankt, kann weiter Anspruch auf Kindergeld bestehen. Falls das voraussichtliche Ende der Erkrankung nicht ermittelt werden kann, kommt eine Berücksichtigung als Kind mit Behinderung in mehr

  • [] Es gibt Berufe, bei denen Befristung auf Befristung folgt – unterbrochen von Arbeitslosigkeit. Das gibt es zum Beispiel bei Kameraleuten. Das LSG Celle entschied zugunsten der Arbeitnehmerin: Eine Kameraassistentin und Mutter darf bei der Elterngeldberechnung mehr

  • [] Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten erhalten, müssen in der Steuererklärung die geltend gemachten Kinderbetreuungskosten entsprechend kürzen. Klingt logisch, landete aber trotzdem mehr

Weitere News zum Thema