Elterngeld: Auch Mindestbetrag unterliegt dem Progressionsvorbehalt und erhöht Ihre Steuer

 - 

Das Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Auch das Mindestelterngeld in Höhe von 300 Euro wird in den Progressionsvorbehalt mit einbezogen. Das bedeutet, dass auf Ihre übrigen steuerpflichtigen Einkünfte ein besonderer Steuersatz angewendet wird und Sie deshalb mehr Steuern zahlen müssen.

Dies ist verfassungsgemäß, eine entsprechende Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen (2 BvR 2604/09).

Hatten Sie Einspruch eingelegt, weil bei Ihnen auf das Mindestelterngeld der Progressionsvorbehalt angewendet wurde, wird das Finanzamt Sie jetzt auffordern, Ihren Einspruch zurückzunehmen oder negativ über den Einspruch entscheiden.

Weitere News zum Thema
  • [] 2020 gab es im Rahmen des »Corona Konjunkturpakets« einen Kinderbonus in Höhe von 300 Euro für jedes Kind, für das Anspruch auf Kindergeld bestand. Mit dem »Dritten Corona-Steuerhilfegesetz« hat der Bundesrat heute einen weiteren Kinderbonus in Höhe von 150 Euro für 2021 beschlossen. Alleinerziehende werden seit 2020 durch eine Anhebung des Alleinerziehenden-Entlastungsbetrags unterstützt. mehr

  • [] Prozesskosten im Zusammenhang mit einem Umgangsrechtsstreit können nicht als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung abgezogen werden, entschied der BFH. mehr

  • [] Für ein Kind, das an einen Freiwilligendienst im Rahmen des Europäischen Programms Erasmus+ teilnimmt, gibt es nur dann Kindergeld, wenn der Dienst im Rahmen eines von einer Nationalen Agentur genehmigten Projekts durchgeführt wird. Nicht ausreichend ist, dass eine Organisation für ein Programm Erasmus+ lediglich registriert und akkreditiert ist. mehr

Weitere News zum Thema