Elterngeld: Vorsicht, Progressionsvorbehalt!

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Das Elterngeld ist zwar steuerfrei - trotzdem kann es Ihre Steuerlast deutlich erhöhen. Warum das so ist? Der Progressionsvorbehalt ist schuld!

Haben Sie ein Kind bekommen und treten jetzt beruflich kürzer, um Ihr Kind zu betreuen? Seit Anfang 2007 fängt der Staat dabei einen Teil Ihres Einkommensverlustes auf. In der Regel bekommen Sie dann pro Monat Elterngeld in Höhe von 67% Ihrer Einkommenseinbuße, maximal aber 1.800 Euro.

Weil es auch ein Mindestelterngeld von 300 Euro gibt, kommen Sie aber auch in den Genuss von dieser Förderung, wenn Sie wenig oder gar kein Einkommen haben. Begünstigt sind also zum Beispiel auch Studenten, Hausfrauen und Hausmänner.

Die Freude über diese großzügige Förderung wird allerdings ein wenig getrübt: Zwar ist das Elterngeld steuerfrei. Es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt: Das Elterngeld wird zum übrigen Einkommen dazugerechnet. Der Steuersatz, mit dem dieses übrige Einkommen versteuert wird, ist dann entsprechend höher. Dieser Effekt ist bei niedrigen Einkommen besonders deutlich. Grund: Hier steigen die Steuersätze stärker an. Wer ohnehin viel verdient, wird die Auswirkungen des Progressionsvorbehalts weniger spüren.

Generell gilt jedoch für Bezieher von Elterngeld: Sie müssen sich auf eine Steuernachzahlung einrichten und sind deshalb i.d.R. auch verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben.

Ausführliche Informationen zum Elterngeld erhalten Sie hier im SteuerSparBerater.

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