Wie kann man Geld sparen?
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Wie teilt man die Einnahmen am besten auf die Ausgaben auf, sodass am Ende noch Geld zum Sparen übrigbleibt? Dafür gibt es verschiedene Methoden und Faustregeln.
Zusammenfassung
Die 50-30-20-Regel hilft, das monatliche Einkommen einfach aufzuteilen: 50% für Lebenshaltung, 30% für Wünsche, 20% zum Sparen oder Schuldenabbau. Es gibt noch andere Methoden wie die 80-20-Regel, 60-20-20-Regel, 70-20-10-Regel und die 6-Konten-Methode. Jede Methode kann an die eigene Lebenssituation angepasst werden. Wichtig ist, einen Überblick zu behalten und regelmäßig zu prüfen, ob die Aufteilung noch passt.
Inhalt
Wie viel sollte man monatlich sparen?
Die Antwort darauf hängt natürlich stark vom Einkommen, den individuellen Lebensumständen und Zielen ab.
Neben den gängigen Aufteilungsregeln, die wir hier gleich erklären, ist es hilfreich, sich ein konkretes Sparziel zu setzen, das zur aktuellen Situation passt.
Soll für einen Notgroschen gespart werden, für eine größere Anschaffung oder die Altersvorsorge? Je nach Ziel kann die monatliche Sparrate unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist, dass man konsequent bleibt und das Sparen als festen Bestandteil des Budgets behandelt. So können langfristig finanzielle Rücklagen aufgebaut werden und man ist für unerwartete Ausgaben besser gewappnet.
Den folgenden Text haben wir dem Ratgeber Geldanlage für Einsteigerinnen entnommen und für die Veröffentlichung auf Steuertipps.de angepasst.
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Investieren leicht gemacht: Die Grundlagen von ETFs, Aktien und Co.
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Praxisnah & verständlich: Wissen, das sofort ins Handeln bringt.
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Mehr Überblick: Strategien für klare Entscheidungen und Sicherheit.
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Zeit sparen: Effiziente Tipps für den Alltag und smarte Automatisierung.
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Das Plus an Freiheit: Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen.
→ mehr Informationen zum Ratgeber »Geldanlage für Einsteigerinnen«
Was ist 50-30-20-Regel beim Sparen?
Am bekanntesten ist wahrscheinlich die »50-30-20-Regel«. Das ist eine einfache Methode, um das monatliche Nettoeinkommen sinnvoll aufzuteilen, ohne sich mit komplizierten Finanzplänen herumzuschlagen. Sie hilft dabei, Ausgaben im Griff zu behalten, Wünsche zu erfüllen und gleichzeitig etwas Geld anzulegen.
Die Idee dahinter ist, dass die Ausgaben in drei Bereiche aufgeteilt werden:
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Etwa die Hälfte des Geldes – also 50% – geht für grundlegenden Lebenshaltungskosten drauf. Das sind Dinge, die man unbedingt braucht, also zum Beispiel Miete, Strom, Lebensmittel, Versicherungen oder auch Fahrtkosten zur Arbeit. Diese Ausgaben sind meist fix oder zumindest regelmäßig und unvermeidbar.
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Dann kommen 30% des Einkommens, die man für persönliche Wünsche und Freizeitaktivitäten verwendet: Essen gehen, neue Kleidung, Fitnessstudio, Streaming-Abo, Konzertbesuch oder ein Wochenendtrip. In diesem Bereich besteht Gestaltungsfreiheit, sodass individuell bestimmt werden kann, welche Ausgaben persönliche Wünsche erfüllen.
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Die letzten 20% sind für die finanzielle Zukunft gedacht. Das bedeutet: Dieses Geld wird gespart oder genutzt, um Schulden abzubauen. Man baut damit einen Notgroschen auf, spart für größere Anschaffungen und investiert in die Altersvorsorge. Diesen Teil des Geldes legt man am besten direkt nach dem Gehaltseingang zur Seite, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt, ihn auszugeben.
Die 50-30-20-Regel dient zur Orientierung und nicht als strenge Vorgabe. Denn wer zum Beispiel in einer Stadt mit sehr hohen Mieten wohnt, braucht schnell mehr als 50% für die Grundbedürfnisse. Dann können bzw. müssen die anderen Anteile entsprechend angepasst werden. Wichtig ist, dass man ein Gleichgewicht findet, das zum eigenen Leben passt – und dass man sich regelmäßig einen Überblick über seine Finanzen verschafft.
Andere Regeln als die 50-30-20-Regel
Neben der 50-30-20-Regel gibt es noch weitere Faustregeln und Methoden, mit denen man sein Geld sinnvoll einteilen kann – je nachdem, wie detailliert oder flexibel man planen möchte. Hier sind ein paar Alternativen.
Jede Methode hat ihre Stärken und Schwächen. Entscheidend ist, eine Variante zu wählen, die zum individuellen Lebensstil und den persönlichen Zielen passt, und diese konsequent umzusetzen.
Bei Veränderungen in der Lebenssituation, etwa durch Familienzuwachs oder Anpassungen der Arbeitszeit, sollte auch die finanzielle Aufteilung entsprechend angepasst werden. Denn Finanzplanung ist ein fortlaufender Prozess, der sich mit den jeweiligen Lebensumständen weiterentwickelt. Es ist völlig normal, dass sich Prioritäten und Ausgaben im Laufe der Zeit verschieben. Regelmäßige Überprüfung und bewusste Steuerung der Geldflüsse sind daher wesentlich.
Die 80-20-Regel (»Pay Yourself First«)
Der Gedanke hinter dieser Methode ist, dass man sich selbst zur Priorität macht, bevor Geld für andere Dinge ausgegeben wird. Das Sparen passiert also automatisch und nicht »wenn am Monatsende noch etwas übrig ist«. Deshalb spart man bei dieser Methode konsequent direkt 20% des Einkommens, sobald es auf dem Konto eingeht, und lebt von den restlichen 80%.
Die 60-20-20-Regel
Diese Variante eignet sich gut für Menschen mit höheren Fixkosten, zum Beispiel in Städten mit hohen Mieten oder wenn man eine Familie versorgt. Hier gehen 60% des Einkommens für Lebenshaltungskosten drauf, 20% für persönliche Wünsche und 20% bleiben zum Sparen.
Die 70-20-10-Regel
Diese Regel eignet sich gut für alle, die Wert auf soziale Verantwortung legen. Sie sieht 70% für alle Ausgaben vor (fix und variabel), 20% zum Sparen und 10% für Spenden.
Die 6-Konten-Methode
Diese Methode ist etwas aufwändiger, aber sehr strukturiert. Sie stammt aus dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und hilft dabei, verschiedene Lebensbereiche finanziell bewusst zu gestalten. Man muss aber aufpassen, nicht zu kleinteilig zu planen, sonst verzettelt man sich.
Bei der 6-Konten-Methode wird das Einkommen auf sechs Konten oder Unterkonten zum Beispiel so aufgeteilt: 55% für Lebenshaltung, 10% für Spaß, 10% für Bildung, 10% für langfristiges Sparen, 10% für Investitionen, 5% für Spenden oder Geschenke.
Diesen Text haben wir dem Ratgeber Geldanlage für Einsteigerinnen entnommen und für die Veröffentlichung auf Steuertipps.de angepasst.
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Investieren leicht gemacht: Die Grundlagen von ETFs, Aktien und Co.
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Praxisnah & verständlich: Wissen, das sofort ins Handeln bringt.
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Mehr Überblick: Strategien für klare Entscheidungen und Sicherheit.
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Zeit sparen: Effiziente Tipps für den Alltag und smarte Automatisierung.
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Das Plus an Freiheit: Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen.
→ mehr Informationen zum Ratgeber »Geldanlage für Einsteigerinnen«
(MB)