Wohn-Riester: Koalition stellt Konzept vor

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Die Eckpunkte des neuen Wohn-Riesters stehen. Die Spitzen der Koalition haben sich auf ein Konzept geeinigt, dass in den nächsten Wochen zu einem Gesetzentwurf ausgearbeitet werden soll. Eine staatliche Förderung gibt es danach künftig für den Kauf, den Bau oder die Entschuldung eines Eigenheims sowie für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen.

Wie bei allen Riester-Produkten sind Altersvorsorge-Beiträge in der Sparphase steuerfrei. Nach Renteneintritt muss der Eigenheimbesitzer hingegen Steuern zahlen. Und hier lauert das  große Problem des Wohn-Riesters. Denn der Eigenheimbesitzer bekommt im Gegensatz zu einem Rentenempfänger nichts ausbezahlt, sondern hat eine Ersparnis in Höhe der Miete. Wonach will der Fiskus also die Steuer bemessen?

Dieses Dilemma will die Große Koalition durch ein "Wohnförderkonto" lösen, auf dem die ausgezahlten Förderbeträge in der Sparphase erfasst werden. Aus dem Kontostand zu Beginn der Auszahlungsphase wird die Steuerschuld errechnet.

Bei Renteneintritt können Sparer wählen: Begleichen sie die  Steuerschuld auf einen Schlag, müssen sie nur 70% des geförderten Kapitals mit ihrem individuellen Steuersatz begleichen. Sie können den steuerpflichtigen Betrag auch über bis zu 23 Jahre verteilen. Liegt das steuerpflichtige Einkommen während dieser Zeit unter dem Grundfreibetrag, entfällt die Steuer komplett.

Wer bereits Riester-Vermögen angespart hat, kann es ganz oder teilweise für die Anschaffung der eigenen vier Wände verwenden. Eine spätere Rückzahlung des Entnahmebetrags ist nicht mehr zwingend erforderlich.

Die Wohnungsbauprämie verliert an Attraktivität. Sie soll künftig nur noch gewährt werden, wenn das gesparte Kapital in Wohnimmobilien investiert wird. Bisher kann es nach Ablauf der Sperrfrist von 7 Jahren auch für andere Zwecke verwendet werden.

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