Wertpapier?Spekulationssteuer: Für die Jahre ab 2000 nur noch vorläufig

Wertpapier?Spekulationssteuer: Für die Jahre ab 2000 nur noch vorläufig

 - 

Das gilt ab 2000
Spekulationsgewinne aus Wertpapierverkäufen werden für die Jahre ab 2000 nur noch vorläufig besteuert. Das hat das Bundesfinanzministerium jetzt klargestellt (BMF-Schreiben 31.01.2005, Az. IV A 7 ? S 0338 - 8/05).

Die Finanzverwaltung hat mit dem neuen Erlass ihre bisherige Haltung korrigiert: Sie ließ Einsprüche zwar auf Antrag ruhen, trieb aber weiterhin die Spekulationssteuer ein.

Mit seiner Kehrtwende reagiert das Finanzministerium offensichtlich auf einen neuen Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH-Beschluss vom 30.11.2004, Az. IX B 120/04). Die Münchner Richter bezweifeln darin, dass die Spekulationssteuer auf Wertpapiere noch der Verfassung entspricht.

Für Sie als Anleger bedeutet das: Wenn Sie Wertpapiere innerhalb von 12 Monaten gewinnbringend verkauft haben, müssen Sie dafür zwar weiterhin Steuern bezahlen. Allerdings brauchen Sie keinen Einspruch mehr einzulegen, um Ihren Steuerbescheid offen zu halten. Vorteil: Falls die Spekulationsbesteuerung später für verfassungswidrig erklärt werden sollte und Ihr Steuerbescheid dann noch offen ist, bekommen Sie die gezahlte Steuer erstattet.

Das gilt für 1999
Gegen den Steuerbescheid für 1999 legen Sie Einspruch ein, wenn er noch nicht bestandskräftig ist. Beantragen Sie außerdem die Aussetzung der Vollziehung. Diese gewähren die Finanzämter, wenn Sie sich in Ihrem Antrag auf die Verfassungswidrigkeit der Spekulationssteuer berufen.

Für Ihre künftigen Steuererklärungen gilt
Die Spekulationssteuer ab 1999 ist bisher nicht für verfassungswidrig erklärt worden. Geben Sie daher alle nach dem 1.1.1999 erzielten Spekulationsgewinne an.

Weitere News zum Thema

  • Steuertermine August 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Hobbybrauer: So vermeiden Sie die Biersteuer

    [] In der Garage oder im Keller eigenes Bier brauen, klingt nach einer guten Idee. Verkaufen sollten Sie es aber nicht – das Biersteuerrecht scheint uns jedenfalls auf den ersten Blick komplizierter als das Einkommensteuerrecht zu sein... mehr

  • Steuerbescheid prüfen: So geht's

    [] Es gibt spannendere Texte als den Steuerbescheid, so viel ist sicher. Trotzdem sollten Sie ihn ganz genau lesen – auch wenn es schwerfällt und nach viel Arbeit aussieht. Unsere kostenlose Checkliste hilft Ihnen dabei. mehr

  • Steuertermine Juli 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.