Wenn der Sohne mit dem Vater ... krumme Dinge dreht

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Ein erwachsener Sohn, der seinem verschuldeten Vater erlaubt, sein Konto zu benutzen und so u.a. einer Lohnpfändung zu entgehen, muss damit rechnen, dass der Schuss nach hinten losgeht.

In einem vom FG Münster entschiedenen Fall hatte der erwachsene Sohn eines hoch verschuldeten Vaters diesem eine Vollmacht über sein Konto gegeben und es zugelassen, dass sein Vater die gesamten Ein- und Ausgänge verwaltet. Der Vater hatte unter anderem hohe Steuerschulden.

Als das Finanzamt Wind von der Sache bekam, nahm es den Sohn wegen der beim Fiskus aufgelaufenen Steuerrückstände des Vaters in Höhe von mehr als 100.000 € in die Pflicht.

Das Argument, er habe nicht gewusst, dass er etwas Unerlaubtes tue, nahmen die Richter dem Sohn nicht ab. Konsequenz: Der Duldungsbescheid des Finanzamtes ist rechtmäßig, der Sohn muss zahlen (FG Münster vom 15.12.2011, 11 K 344/08 AO ).

Ähnlicher Fall: Tante haftet für Steuerrückstände ihres Neffen und dessen Ehefrau

Ein ähnlicher Fall wurde vor dem FG Rheinland-Pfalz entschieden (Urteil vom 22.11.2012, Az. 5 K 1186/12) – den ausführlichen Beitrag dazu finden Sie hier.

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