Was ist die kalte Progression?

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Wenn das Gehalt steigt, steigt auch der Steuersatz. Und wenn der Staat dann mehr von Ihrer Gehaltserhöhung hat als Sie selbst, sind Sie Opfer der kalten Progression.

Wie kann es dazu kommen?

Aufgrund des progressiven Steuertarifs steigt die Steuerbelastung prozentual schneller als das Gehalt. Bei einer dreiprozentigen Gehaltserhöhung zahlen Sie zum Beispiel vier oder sogar fünf Prozent mehr Steuern. Das Netto-Plus ist also in den meisten Fällen geringer als die Brutto-Erhöhung. Liegt es unterhalb der, ist Ihr Reallohn sogar gesunken: Sie können sich weniger leisten als zuvor.

Um diesen Effekt zu verhindern, müssten jedes Jahr der Grundfreibetrag und die Eckwerte des Steuertarifs um die Inflationsrate angehoben werden. Das wird auch regelmäßig zum Beispiel bei den Bundestagswahlen thematisiert – so auch im Koalitionsvertrag von 2009 und im Wahlkampf 2013.

Mit unserem Steuerrechner zur kalten Progression können Sie ermitteln, wie viel von einer Brutto-Gehaltserhöhung tatsächlich bei Ihnen ankommt.

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