Vorausgefüllte Steuererklärung: Verbesserungen geplant

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Schon seit der Einführung der vorausgefüllten Steuererklärung bemängeln wir, dass wichtige Daten darin fehlen. Jetzt will die Bundesregierung das System ausbauen und verbessern.

Das Problem: Bei der vorausgefüllten Steuererklärung fehlen alle Daten, die Ihnen beim Steuern sparen helfen! Ihre Aufwendungen für haushaltsnahe Hilfen, Spenden und weitere Sonderausgaben, Krankheitskosten, Kurkosten und andere außergewöhnliche Belastungen, Steuerberatungskosten, Werbungskosten usw. kennt die Finanzverwaltung nicht. Sie müssen die vorausgefüllte Steuererklärung also mit diesen Daten vervollständigen.

Erst dann senden Sie Ihre Einkommensteuererklärung über Ihren Computer an das Finanzamt (ELSTER).

Spenden und Werbungskosten sollen automatisch einfließen

Dass dies nicht gerade zur Nutzerfreundlichkeit beiträgt, hat nun auch die Finanzverwaltung erkannt. Sie will das System in den kommenden Jahren so umbauen und erweitern, dass immer mehr Ausgaben automatisch in die vorausgefüllte Steuererklärung einfließen.

In einem ersten Schritt wird das System bis Ende 2017 so umprogrammiert, dass Spenden automatisch erfasst werden. Bei Spenden, für die Sie eine Spendenquittung erhalten, ist das überhaupt kein Problem – die Daten werden einfach an die Finanzverwaltung übermittelt. Bei kleineren Spenden, für die kein Spendennachweis erforderlich ist, geben Sie einfach beim Verwendungszweck der Überweisung den Zusatz [VAST] an, dann werden auch diese Daten automatisch für Ihre vorausgefüllte Steuererklärung erfasst.

Der zweite Schritt betrifft die automatische Erfassung von Werbungskosten. Hier soll die automatische Übernahme in die vorausgefüllte Steuererklärung allerdings nur bei Kartenzahlung möglich sein (ec- und Kreditkarte) sowie beim Online-Shopping. Barzahlungen bleiben weiter anonym. Und so geht's: Bei der Kartenzahlung im Geschäft drücken Sie vor der Bestätigung Ihrer PIN auf den neuen Knopf VS. Dann wird die Zahlung in der Finanzverwaltung gleich als Werbungskosten verbucht. Bis Ende 2018 sollen alle Kartenzahlungsgeräte in Deutschland entsprechend umgerüstet bzw. ausgetauscht werden. Online-Shops müssen ebenfalls bis Ende 2018 einen entsprechenden Button auf der Bezahlseite einfügen.

Bar gezahlte Arbeitsmittel, Lehrgangsgebühren etc. müssen weiter händisch in der Steuererklärung ergänzt werden.

Bitte beachten Sie das Datum dieser News – das war unser Aprilscherz 2017 :-)

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