Vermieter und Verwalter: Finger weg von Bescheinigungen über steuerbegünstigte haushaltsnahe Hilfen

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Alle Mieter und alle Wohnungseigentümer tragen mit den Nebenkosten bzw. dem Hausgeld Aufwendungen für haushaltsnahe Hilfen. Zu nennen sind hier zum Beispiel die Gehweg- oder Treppenhausreinigung und die Gartenpflege.

An diesen Kosten beteiligt sich Vater Staat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. So müssen die Kosten beispielsweise aus der Jahresabrechnung des Vermieters/Verwalters zu ersehen sein. Deshalb gibt es inzwischen ein bundeseinheitliches Formular für Mieter und Wohnungseigentümer, auf dem der Vermieter/Verwalter die Kosten für haushaltsnahe Hilfen bescheinigen können. Hier gibt es aber einen gravierenden Haken:

Seit es die Steuervergünstigung gibt, streiten Steuerpflichtige und Finanzverwaltung heftig darüber, welche Kosten unter die Begünstigung fallen und welche nicht. Deshalb sollten Sie sich als Vermieter bzw. Verwalter nicht zur Außenstelle des Finanzamtes machen, indem Sie über die Begünstigung einzelner Kosten entscheiden.

Es ist nämlich völlig ungeklärt, welche Konsequenzen es hat, wenn Sie Kosten als steuerbegünstigt bescheinigen, die gar nicht unter die Vergünstigung fallen (oder umgekehrt)! Hat das Finanzamt nämlich Zweifel, kann es von Ihnen verlangen, dass Sie die Kosten einzeln belegen (§ 97 AO). Lassen Sie also besser die Finger von solchen Bescheinigungen.

Der Mieter bzw. Wohnungseigentümer muss auf die Abzugsbeträge natürlich nicht verzichten. Es geht nur darum, dass es Sache des Finanzbeamten ist zu entscheiden, für welche Kosten es einen Abzugsbetrag gibt. Welche Nachweise Sie dem Mieter bzw. Eigentümer hierzu ausstellen müssen, erfahren Sie hier.

Weitere hilfreiche Empfehlungen und Ratschläge zum Thema finden Sie im "Rechtsberater für Vermieter"

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