Urlaubszeit: Tierbetreuung als haushaltsnahe Dienstleistung?

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Können die Leistungen eines Hundesitters die Steuer mindern? Es kommt darauf an – bei der Betreuung im Haus geht das, Gassigehen ist dagegen nicht abzugsfähig.

Betreuung zuhause

Vor dem FG Münster stritt ein Hundehalter mit dem Finanzamt. Der Hundehalter hatte sein Tier während des Urlaubs zuhause gelassen, wo es fachmännisch betreut wurde. Für die dabei angefallenen Kosten für Betreuung und die Anfahrt des Betreuers machte er die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen geltend. Denn die Betreuung des Hundes fand im eigenen Haushalt statt, und nicht etwa in einer Hundepension. Außerdem seien Tiere zivilrechtlich wie Sachen zu behandeln (§ 90a BGB). Da bei haushaltsnahen Dienstleistungen das Arbeiten an Gegenständen im Haushalt vorausgesetzt werde, müsse es auch für die Betreuung eines Tieres die Steuerermäßigung nach § 35a EStG geben.

Das Finanzamt lehnte die Anerkennung zunächst ab, einigte sich dann aber noch vor der Urteilsverkündung mit dem Finanzgericht auf eine Anerkennung der Kosten (Az. 6 K 3010/10 E).

Betreuung außerhalb

Ebenfalls vor dem FG Münster wurde jetzt folgender Fall verhandelt: Ein Hundehalter nahm für seine beiden Hunde regelmäßig einen Betreuungsservice in Anspruch. Der Hundesitter holte die Tiere ab und brachte sie später wieder zurück. Die Betreuung fand also ausschließlich außerhalb von Haus und Garten des Hundehalters statt.

Das Finanzamt erkannte die Kosten nicht als haushaltsnahe Dienstleistung an, und auch das FG Münster machte dem Hundehalter einen Strich durch die Rechnung. Zwar seien Leistungen, die für die Versorgung und Betreuung eines in den Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommenen Hundes erbracht würden, grundsätzlich haushaltsnah, erklärten die Richter – schließlich würden Tätigkeiten wie Füttern, Fellpflege und das Ausführen des Hundes regelmäßig vom Steuerpflichtigen oder sonstigen Haushaltsangehörigen erledigt. Die Gewährung der Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 EStG scheitere hier jedoch daran, dass die konkreten Dienstleistungen nicht im Haushalt des Klägers erbracht worden seien. Das aber wird vom Gesetz verlangt (FG Münster vom 25.5.2012, 14 K 2289/11 E ).

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