Unfall im Schneechaos: Beteiligen Sie das Finanzamt an den Kosten

 - 

Wenn Sie einen Autounfall haben, übernimmt in den meisten Fällen Ihre Versicherung den Schaden. Doch trotz Versicherung bleiben Sie oft auf einem Teil der Kosten sitzen, zum Beispiel wenn Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben.

In diesen Fällen können Sie aber das Finanzamt an den Kosten beteiligen. Denn wenn sich der Unfall auf einer beruflichen Fahrt ereignet hat, können Sie Ihre Unfallkosten als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen. Eine berufliche Fahrt ist zum Beispiel die tägliche Fahrt zur Arbeit oder eine Dienstreise. Ihre Kosten können Sie sogar dann absetzen, wenn Sie den Unfall selbst verursacht haben.

Als Unfallkosten können Sie zum Beispiel geltend machen:

  • Reparaturkosten
  • Kosten für einen Mietwagen
  • Selbstbeteiligung bei einer Voll- und Teilkaskoversicherung
  • Schadensersatzzahlungen an den Unfallgegner
  • Aufwendungen für ein Gutachten eines Sachverständigen
  • Kosten für einen Rechtsanwalt

Wichtig für Sie: Ihre Unfallkosten müssen Sie dem Finanzamt nachweisen. Heben Sie also alle Rechnungen und Belege auf und legen Sie diese Ihrer Steuererklärung bei.

Unser Steuertipp:

Oft gibt es Streit mit dem Finanzamt um die Frage, ob der Unfall auf einer beruflichen Fahrt passiert ist. Lassen Sie sich deshalb vom Arbeitgeber eine Bescheinigung ausstellen, dass Sie zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit waren. Auch ein polizeilicher Bericht mit Zeitpunkt und Ort des Unfalls kann hilfreich sein.

Weitere News zum Thema

  • Steuererklärung: Frist verpasst – was nun?

    [] Der 31.5.2018 ist vorbei, und wer verpflichtet war, eine Steuererklärung für das Jahr 2017 abzugeben, hatte dafür bis gestern Zeit. Für einen Antrag auf Fristverlängerung ist es jetzt natürlich zu spät. Aber wie schlimm ist die Situation wirklich? mehr

  • Steuertermine Juni 2018

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Wer ein iPhone findet: Nicht zu früh freuen

    [] Sie haben ein iPhone gefunden? Und es – ganz vorbildlich – beim Fundbüro abgegeben? Dann ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass Sie nach sechs Monaten Post vom Amt erhalten. Das iPhone gehört Ihnen. Eigentlich. Doch was fangen Sie damit an? mehr

  • BFH hält Nachzahlungszinsen für verfassungswidrig

    [] Der Bundesfinanzhof zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit von Nachzahlungszinsen für Verzinsungszeiträume ab dem Jahr 2015. Begründung: Die Bemessung des Zinssatzes ist realitätsfern und verletzt den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.