Übungsleiterpauschale: 14 Stunden pro Woche noch nebenberuflich

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Wann eine ehrenamtliche Tätigkeit noch als nebenberuflich mit Anspruch auf die Übungsleiterpauschale von 2.400 € anzusehen ist, haben das FG Köln und die Finanzverwaltung präzisiert.

Um den Übungsleiter-Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG in Höhe von 2.400 € jährlich beanspruchen zu können, müssen Sie eine begünstigte Tätigkeit nebenberuflich ausüben. Nach den Lohnsteuerrichtlinien der Finanzverwaltung und der BFH-Rechtsprechung liegt eine nebenberufliche Tätigkeit vor, wenn der zeitliche Umfang nicht mehr als ein Drittel einer vergleichbaren tariflichen Vollzeittätigkeit beträgt.

Nun hat die Finanzverwaltung erstmals eine konkrete Stundengrenze genannt: Demnach kann bei einer maximalen regelmäßigen Wochenarbeitszeit von 14 Stunden pauschalierend noch von einer nebenberuflichen Tätigkeit ausgegangen werden (Senatsverwaltung für Finanzen Berlin, Runderlass ESt Nr. 342 vom 18.12.2015, III B-S 2506–1/2014–2). Leisten Übungsleiter mehr Wochenstunden ab, können sie eine höhere tarifliche Arbeitszeit nachweisen, um nicht über die Ein-Drittel-Grenze zu rutschen.

Machen ehrenamtlich Tätige unentgeltlich Überstunden und überschreiten damit die Ein-Drittel-Grenze, wäre an sich die gezahlte Aufwandsentschädigung zu versteuern. Doch dieses ungerechte Ergebnis ist nach einem Finanzgerichtsurteil nicht akzeptabel. Vielmehr müssen die unentgeltlich geleisteten Stunden bei der Berechnung der Obergrenze außer Betracht bleiben (FG Köln vom 25.2.2015, 3 K 1350/12 ). Im entschiedenen Fall hatten für einen Verband der Freien Wohlfahrtspflege tätige Rettungssanitäter nach Ausschöpfen der für die nach § 3 Nr. 26 EStG gezahlten Aufwandsentschädigung zu leistenden Arbeitszeit noch unentgeltlich Überstunden draufgesattelt.

Das Urteil ist rechtskräftig, da das Finanzamt die zunächst gegen das Urteil eingelegte Revision wieder zurückgenommen hat.

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