Telefonkosten als Betriebsausgaben: Steuerberater und Rechtsanwälte müssen im Zweifel Namen nennen

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Kosten für geschäftliche Telefonate sind natürlich Betriebsausgaben. Keine Betriebsausgaben sind jedoch private Telefonate: Sie müssen aus den Telefonkosten »herausgerechnet« werden. Manchmal vermutet das Finanzamt aber, dass auch private Telefonkosten als Betriebsausgaben geltend gemacht werden, z.B. wenn dem Finanzamt bekannt ist, dass die Ehefrau des Geschäftsinhabers sich im fernen Ausland aufhält.

In solchen Fällen müssen auch Steuerberater und Rechtsanwälte die betriebliche Veranlassung der Telefonate nachweisen. Dazu gehört, dass Sie die Namen der angerufenen Mandanten nennen! Dies widerspricht nicht der Schweigepflicht, meint das FG Sachsen-Anhalt.

Begründung: Das öffentliche Interesse an einer gleichmäßigen Besteuerung sei wichtiger als das Geheimhaltungsinteresse der Mandanten. Selbst die Angabe eines konkreten Gesprächsanlasses greife nicht »in unverhältnismäßiger Weise in das Vertrauensverhältnis zwischen dem Berater und dem Mandanten« ein (FG Sachsen-Anhalt vom 28.4.2005, Az. 1 K 371/02; nicht veröffentlicht).

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