Steuervereinfachung 2013: Elf Vorschläge von vier Bundesländern

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Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bremen leiten eine Gesetzesinitiative zur Steuervereinfachung ein und legen dazu elf Vorschläge für Steuervereinfachungen vor.

Die Elf Vorschläge für gesetzliche Änderungen zur Steuervereinfachung und zur Entlastung der Steuerverwaltung im Überblick:

  1. Erhöhung der Pauschbeträge für behinderte Menschen um 30 bis 50 % (Einzelnachweis höherer krankheits- oder behinderungsbedingter Kosten möglich)

  2. Vereinfachungen beim Abzug und Nachweis von Pflegekosten

  3. Abzug von Unterhaltsleistungen in das Ausland (höhere Nachweisauflagen: Unterhaltstitel bei Drittstaaten, unbare Zahlungen)

  4. Anhebung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags um 130 € auf 1.130 €

  5. Pauschale von 100 € monatlich für häusliches Arbeitszimmer

  6. Zweijährige Gültigkeit von Freibeträgen im Lohnsteuerabzugsverfahren

  7. Begrenzung der Steuerfreiheit von Arbeitgeberzuschüssen zur Kinderbetreuung (entsprechend dem Höchstabzug von Betreuungskosten als Sonderausgaben)

  8. Senkung der 44 €-Freigrenze für Sachbezüge auf 20 €

  9. Sockelbetrag von 300 € bei der Steuerermäßigung für Handwerkerrechnungen (§ 35a Abs. 3 EStG)

  10. Wegfall der steuerlichen Vergünstigungen für Initiatorenvergütungen von vermögensverwaltenden Private-Equity-Fonds (Carried lnterest)

  11. Vereinfachung des Verlustabzugs bei beschränkter Haftung von Kommanditisten durch Steuerbilanzmodell anstelle des Bezugs zum Handelsrecht

Die elf Vorschläge sehen sowohl Mehreinnahmen als auch Mindereinnahmen vor und sind nach Auskunft des Hessischen Finanzministeriums insgesamt aufkommensneutral. Neben der Vereinfachung gehe es auch um Steuergerechtigkeit und Steuersystematik, weil Mitnahmeeffekte, Steuergestaltungsmöglichkeiten und unsystematische Ausnahmetatbestände reduziert werden, erklärten die beteiligten Minister.

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