Steuertipps zum Jahreswechsel

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Was müssen Sie bis zum Jahresende noch erledigen? Welche Fristen laufen ab? Wir haben für Sie einen Überblick mit den wichtigsten Punkten zusammengestellt.

Für alle Steuerzahler:

  • Ablauf der Festsetzungsfrist
    Falls keine Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung besteht, kann bis zum 31.12.2009 die Erklärung für das Jahr 2005 abgegeben werden.
  • Steht schon jetzt fest, dass Sie im Jahr 2010 wesentlich niedrigere steuerpflichtige Einkünfte haben werden, z.B. weil Sie am 1.2.2010 in Rente gehen, dann verlegen Sie Ausgaben ins Jahr 2009 vor (Werbungskosten, Sonderausgaben etc.).
  • Beantragen Sie bis zum 31.12.2009 die Arbeitnehmer-Sparzulage für das Jahr 2005.
  • Außergewöhnliche Belastungen
    Lohnt es sich, Ihren Gesamtbetrag der Einkünfte und damit die zumutbare Belastung zu drücken (z.B. mit zusätzlichen Werbungskosten - dann muss der Arbeitnehmer-Pauschbetrag überschritten sein), weil Sie hohe außergewöhnliche Belastungen haben? Schaffen Sie die zumutbare Belastung? Lohnt es sich, noch im Dezember die neue Brille bzw. die Kontaktlinsen zu kaufen?
  • Handwerker, Hilfen in Haus und Garten
    Es kommt auf die Zahlung an: Können Sie mit gezielten Zahlungen vor oder nach Silvester die Höchstbeträge besser ausnutzen?
  • Kinderbetreuungskosten
    Reichen Ihre Aufwendungen aus, um die Höchstbeträge auszuschöpfen?
  • Haben Sie für das Jahr 2005 Anspruch auf Kindergeld und noch keinen Antrag gestellt? Dann aber schnell, denn die vierjährige Festsetzungsfrist endet am 31.12.2009.
  • Prüfen Sie, ob Ihr volljähriges Kind die Einkommensgrenze einhält. Falls nicht, müssen Sie Gegenmaßnahmen ergreifen.
  • Riester-Förderung
    Beantragen Sie die Förderung für 2007 bis spätestens Ende 2009 beim Anbieter Ihrer Wahl.
  • Erbschaft- und Schenkungsteuer
    Die Erbschaft- und Schenkungsteuer für Begünstigte in Steuerklasse II (Geschwister, Nichten und Neffen) soll ab 2010 von bisher 30% bzw. 50% auf 15% bis 43% sinken. Verschieben Sie geplante Vermögensübertragungen (Schenkungen) an Personen in Steuerklasse II ggf. in das Jahr 2010.

Für Haus- und Grundbesitzer:

  • Mietverträge mit Angehörigen
    Prüfen Sie, ob bei verbilligter Vermietung die Grenzen von 56% bzw. 75% der Marktmiete eingehalten werden und passen Sie ggf. die Mietverträge an. Als Vergleichswert können Sie den niedrigsten Wert laut Mietspiegel heranziehen.
  • Renovierungsarbeiten
    Können anstehende Arbeiten vorgezogen werden, um noch für 2009 Werbungskosten voll oder – bei Verteilung über 2 bis 5 Jahre – anteilig abziehen zu können?
  • Anschaffungsnahe Aufwendungen
    Prüfen Sie, ob Grenze von 15% der Anschaffungskosten innerhalb der ersten drei Jahre nach Anschaffung eines Hauses oder einer Wohnung überschritten werden könnte. Falls ja: Instandsetzungs- bzw. Modernisierungsaufwendungen ins Jahr 2010 verschieben.
  • Grundsteuer
    Bei Ertragsminderung um mindestens 50% infolge langfristiger unverschuldeter Einnahmeausfälle im Jahr 2009: Bis 31.3.2010 Antrag auf teilweisen Grundsteuererlass von 25% stellen. Bei Totalausfall der Erträge: Grundsteuererlass von 50% beantragen.

Für Selbstständige:

  • Fristablauf für den Antrag auf Investitionszulage für das Jahr 2005 am 31.12.2009
  • Gesetzliche Aufbewahrungspflicht läuft ab für Unterlagen aus 1999 bzw. aus 2003 (vgl. "Aufbewahrungspflicht: Das kann am 1.1.2010 in den Reißwolf").
  • Wer 2010 den Privatanteil für den zu über 50% betrieblich genutzten Pkw nicht mehr nach der 1%-Methode ermitteln will, muss ab 1.1.2010 ein steuerlich anerkanntes Fahrtenbuch führen.
  • Wer Kleinunternehmer und deshalb nicht umsatzsteuerpflichtig ist, sollte am 31.12.2009 seinen Gesamtumsatz 2009 ermitteln. Falls die Grenze von 17.500 Euro überschritten wird, unterliegt er ab 1.1.2010 der Regelbesteuerung, muss in seinen Rechnungen Umsatzsteuer ausweisen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben.
  • Wer bis zum 31.12.2009 ein selbstständig nutzbares Wirtschaftsgut (GWG) mit Netto-Anschaffungskosten bis zu 150 Euro kauft, kann es in voller Höhe im Jahr 2009 abschreiben.
  • Wer dem Finanzamt den Umfang der betrieblichen Nutzung eines Pkw nachweisen will, sollte den Kilometerstand am 31.12.2009, 24 Uhr festhalten.

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