Steuern und Sozialabgaben auf Arbeitseinkommen in Deutschland leicht gesunken

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In Deutschland sind im vergangenen Jahr die Steuern und Sozialabgaben auf Arbeitseinkommen im Vergleich zu 2017 leicht gesunken, sie liegen aber weiter deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Dies geht aus der jüngsten Ausgabe der OECD-Studie Taxing Wages hervor, die am 11. April veröffentlicht wurde. Im OECD-Schnitt war der Rückgang etwas signifikanter, getragen von einer deutlich gesunkenen Abgabenquote in einigen OECD-Ländern.

So lag in Deutschland der Anteil von Steuern und Sozialabgaben an den Arbeitskosten für alleinstehende Durchschnittsverdiener 2018 bei 49,5 Prozent, nach Belgien der zweithöchste Wert innerhalb der OECD. Im Durchschnitt der OECD-Länder liegt der sogenannte Steuerkeil bei 36,1 Prozent der Arbeitskosten. Die Arbeitskosten setzen sich aus Bruttolohn und den Sozialabgaben der Arbeitgeber zusammen. Bei den Sozialabgaben werden Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil berücksichtigt. 2017 lagen diese Werte im Schnitt der OECD-Länder bei 36,3 Prozent und für Deutschland bei 49,6 Prozent.

Deutlich geringer fällt in Deutschland dagegen die Abgabenquote für Familien mit nur einem Erwerbstätigen aus. Hier werden, bezogen auf die Arbeitskosten, 34,4 Prozent an Steuern und Sozialabgaben (Arbeitgeber und Arbeitnehmer) abgeführt. In Frankreich und Italien sind es dagegen mehr als 39 Prozent. Die geringere Belastung von Familien mit nur einem Erwerbstätigen ergibt sich durch Ehegattensplitting und beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen.

(Quelle: Pressemitteilung der OECD vom 11.4.2019)

Zur Studie "Taxing Wages 2019" auf der Internetseite der OECD

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