Steuerliche Behandlung von Spenden aufgrund einer Schenkungsauflage

 - 

Ein Steuerpflichtiger erhielt eine Schenkung mit der Auflage, monatlich einen bestimmten Geldbetrag an eine gemeinnützige Einrichtung zu zahlen. Diese Spenden kann er steuerlich geltend machen, sagt das FG Düsseldorf.

Das Gericht erkennt die Spende im Rahmen der Sonderausgaben an (§ 10b Abs. 1 Satz 1 EStG).

Warum ist die Konstellation problematisch?

Das Finanzamt erkennt eine Spende nur an,

  • wenn sie freiwillig geleistet wird. In diesem Fall war der Spender aber über eine Auflage verpflichtet.
  • wenn sie unentgeltlich erfolgt. Hier hatte der Spender ein größeres Geschenk erhalten mit der Auflage, die Spende zu erbringen. 

Hinsichtlich der Freiwilligkeit begründeten die Richter hier die Anerkennung mit dem Argument, dass der Beschenkte die Verpflichtung zur Zahlung freiwillig übernommen habe - es konnte ihn ja niemand zwingen, die Schenkung anzunehmen.

Die Begründung zu Anerkennung der Unentgeltlichkeit ist komplizierter. Denn natürlich fließt bei der Spende Geld. Es geht hier jedoch darum, dass der Spender seinerseits nicht dafür bezahlt wird, die Spende zu erbringen. Die vorangegangene Schenkung könnte eine solche Bezahlung darstellen. Die Richter kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass die Spende unentgeltlich erfolgt sei. Denn die Schenkung war keine konkrete Gegenleistung für die Spende (FG Düsseldorf, Beschluss vom 2.6.2009, Az. 16 V 896/09 A(E, AO)).

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.