Steuererklärung: Abgabefrist darf bis zum Ende ausgenutzt werden

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Klingt eigentlich logisch – aber der Finanzverwaltung musste genau das jetzt noch einmal vom Bundesfinanzhof klargemacht werden. Lesen Sie hier, um welchen Fall es dabei ging.

Ein Ehepaar hatte einen Steuerberater mit der Erstellung seiner Steuererklärung beauftragt. Eigentlich sollte dieser bis Ende 2011 Zeit für die Abgabe haben. Doch das Finanzamt forderte die Steuererklärung bereits für den 31.8.2011 an. Eine Begründung für diese Vorverlegung der Frist lieferten die Finanzbeamten nicht.

Der Steuerberater reichte die Erklärung Anfang Dezember 2011 ein. Daraufhin sollten die Eheleute einen Verspätungszuschlag in Höhe von 880 Euro bezahlen. Was sie – zu Recht – nicht einsahen: Der BFH erklärte sowohl die Friständerung als auch den Strafzuschlag für rechtswidrig (BFH-Urteil vom 17.01.2017, Az. VIII R 52/14).

Dass das Finanzamt irgendwann im Lauf der Verhandlung als Begründung für die Friständerung erklärt hatte, dass das Ehepaar in den Jahren vor 2011 seine Steuererklärung mehrfach zu spät abgegeben hatte, änderte daran nichts. Diese Information hätte früher kommen müssen.

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