Steuereinnahmen des Bundes und der Länder im Haushaltsjahr 2017

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Im Monatsbericht von Januar 2018 gibt das Bundesfinanzministerium einen Überblick über die Steuereinnahmen von Bund und Ländern aus dem vergangenen Jahr.

Im Haushaltsjahr 2017 konnten Bund, Länder und Gemeinden Steuereinnahmen (ohne Gemeindesteuern) in Höhe von 674,6 Mrd. Euro verbuchen. Gegenüber dem Haushaltsjahr 2016 mit Gesamteinnahmen von 648,3 Mrd. Euro ist dies ein Zuwachs von 26,3 Mrd. Euro oder 4,1 %.

Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern stiegen gegenüber dem Haushaltsjahr 2016 um 6,0 % auf 547,4 Mrd. Euro. Die gemeinschaftlichen Steuern haben damit den größten Anteil am Gesamtergebnis (81,1 %) und bilden die Basis des Steueraufkommens 2017. Die Bundessteuern hatten mit 99,9 Mrd. Euro (4,3 % weniger als 2016) einen Anteil von 14,8 %, die Ländersteuern mit 22,2 Mrd. Euro einen Anteil von 3,3 % am Gesamtergebnis.

Die Zolleinnahmen sanken um 1,0 % auf 5,1 Mrd. Euro.

Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg im Haushaltsjahr 2017 auf 238,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 5,0 %.

Die veranlagte Einkommensteuer verzeichnete im Haushaltsjahr 2017 Bruttoeinnahmen in Höhe von 73,6 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das Kassenaufkommen der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungserträge war im Haushaltsjahr 2017 deutlich höher als im Jahr zuvor. Dieses stieg um 23,5 % auf 7,3 Mrd. Euro. Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus kann diese Entwicklung nicht aus der Besteuerung der Zinseinkünfte hergeleitet werden. Vielmehr ist ein Zusammenhang mit der Entwicklung der Veräußerungserträge wahrscheinlich. Mangels getrennter statistischer Erfassung der beiden Aufkommenskomponenten liegen hierzu jedoch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Im Aufkommen sind Einnahmen aus der EU-Quellensteuer enthalten, welche im Haushaltsjahr 2017 in Höhe von insgesamt 31,7 Mio. Euro überwiesen wurden.

Die gute binnenwirtschaftliche Nachfrage schlug sich in einem entsprechenden Wachstum der Umsatzsteuer nieder. Im Haushaltsjahr 2017 wiesen die Steuern vom Umsatz insgesamt einen Zuwachs von 4,3 % gegenüber dem Haushaltsjahr 2016 auf und lagen bei 226,4 Mrd. Euro.

Die Ländersteuern verringerten ihr Aufkommen im Haushaltsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,6 % auf 22,2 Mrd. Euro. Wie in den Vorjahren konnte die Grunderwerbsteuer um 5,9 % auf aktuell 13,1 Mrd. Euro zulegen. Zuwächse verzeichneten noch die Rennwett- und Lotteriesteuer um 1,6 % auf 1,8 Mrd. Euro und die Feuerschutzsteuer um 2,0 % auf 0,5 Mrd. Euro. Die Erbschaftsteuer verringerte sich um 12,7 % auf 6,1 Mrd. Euro. Ebenso verringerte sich das Biersteueraufkommen um 2,0 % auf 0,7 Mrd. Euro.

(Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Monatsbericht Januar 2018/Auszug)

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