Steuerbescheid: So sieht ein Einspruch aus

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Wenn Ihr Steuerbescheid fehlerhaft ist, können Sie Einspruch einlegen. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat ab Bekanntgabe des Steuerbescheids. Wie muss Ihr Schreiben an das Finanzamt aussehen?

Einspruch immer nur schriftlich möglich

Sie müssen Ihren Einspruch schriftlich bei dem Finanzamt einreichen, das den angefochtenen Steuerbescheid erlassen hat. Auch ein Fax ist zulässig, es muss aber noch innerhalb der Einspruchsfrist vollständig beim Finanzamt eintreffen. Ein Einspruch per E-Mail ist ebenfalls möglich, wenn Ihr Finanzamt eine E-Mail-Adresse hat.

Das muss in Ihrem Brief stehen

Aus dem Einspruchsschreiben muss hervorgehen,

  • wer Einspruch einlegt (bei zusammen veranlagten Ehegatten kann jeder Ehegatte für sich allein oder für seinen Partner mit Einspruch einlegen),

  • dass Einspruch eingelegt wird und

  • gegen welchen Bescheid der Einspruch sich richtet.

Die Einspruchsbegründung können Sie auch nachreichen. Bei einem Einspruch ohne Begründung überprüft das Finanzamt den angefochtenen Bescheid nur anhand der Akten.

Können Sie sich in Ihrem Einspruch zu Recht auf das EStG, die EStR / LStR, auf ein BMF-Schreiben, ein im Bundessteuerblatt veröffentlichtes BFH-Urteil, ein BVerfG- oder ein EuGH-Urteil berufen, muss das Finanzamt dem Einspruch stattgeben. An aus anderen Bundesländern stammende OFD-Verfügungen und FG-Urteile sowie nicht veröffentlichte BFH-Urteile ist es dagegen nicht gebunden.

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