Steuerberatungskosten: »Steuertipps« weiter abzugsfähig!

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Kurz vor dem Jahreswechsel hat die neue Bundesregierung den Sonderausgabenabzug für Steuerberatungskosten gestrichen. Was bedeutet das für Kosten, die Sie ab dem Jahr 2006 zahlen?

Fest steht: Steuerberatungskosten, die einer Einkunftsart zuzuordnen sind, können Sie wie bisher als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abziehen. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für die Anlagen N, KAP, AUS, R, SO, V, GSE und EÜR.

Grundsätzlich sind alle anderen Steuerberatungskosten, die bisher zu den Sonderaugaben gehörten, nicht mehr in der Einkommensteuererklärung abziehbar. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für das Ausfüllen des Mantelbogens und der Anlage Kind, aber auch Kosten für andere Steuerarten, zum Beispiel für die Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Hat man eine auf die Einkunftsarten aufgeschlüsselte Rechnung eines Steuerberaters, ist die Zuordnung einfach. Werte von der Rechnung übertragen - fertig. Aber was passiert mit den Ausgaben für die »Steuertipps« oder für die Software »Steuer-Spar-Erklärung« - denn die helfen auch beim Erstellen von Mantelbogen und Anlage Kind?

Streng genommen müssen auch hier die Gesamtkosten aufgeteilt werden auf Einkünfte und den nicht mehr abziehbaren Teil. Das ist nichts Neues - genau wie die Vereinfachungsregelung hierzu: Auch schon bisher musste das Finanzamt bei Steuerberatungskosten bis € 520,- im Jahr Ihre Aufteilung auf Werbungskosten und Betriebsausgaben bzw. Sonderausgaben akzeptieren (R 10.8 Einkommensteuer-Richtlinien 2005).

Die Kosten für »Steuertipps« und »Steuer-Spar-Erklärung« liegen weit unter € 520,-: Sie haben also wie bisher die Wahl, bei welcher Einkunftsart die vollen Kosten abgezogen werden sollen. Meist werden Sie sich wie bisher für die Werbungskosten bei den nicht selbstständigen Einkünften entscheiden.

Dieses Wahlrecht diente schon bisher der Vereinfachung - und es würde alle Pläne der Bundesregierung in Sachen Steuervereinfachung ad absurdum führen, wenn durch neue, komplizierte Aufteilungsregelungen ein unverhältnismäßig hoher Aufwand entstehen würde. Es wird daher auch künftig bei der bisherigen oder einer ähnlichen Vereinfachungsregelung bleiben müssen.

Einziger Wermutstropfen: Die Steuerzahler, die nur Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit erzielen, gehen leer aus, wenn sie mit ihren Werbungskosten unter dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag liegen.

Absetzbarkeit hin oder her - die »Steuertipps« sparen Ihnen so oder so ein Vielfaches der Kosten - und das Jahr für Jahr. Ob als Arbeitnehmer, Rentner oder Selbstständiger, ob Sie Einkünfte aus Vermietung haben oder aus Kapitalvermögen - bei uns finden Sie die Steuerinformationen, mit denen Sie keinen Steuervorteil verpassen und mit denen Sie richtig Geld sparen.

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