Steuerberatungskosten in Ihrer Steuererklärung: Das können Sie abziehen

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Zu den Steuerberatungskosten gehören viele Ausgaben. Das fängt bei Fachliteratur an und hört bei dem Honorar für einen Steuerberater noch lange nicht auf. Informieren Sie sich, was Sie alles als Werbungskosten ansetzen können.

Zu den Steuerberatungskosten zählen alle Aufwendungen, die durch eine mündliche oder schriftliche Beratung in Steuerangelegenheiten anfallen. Wer Sie steuerlich berät, ob das unentgeltlich oder entgeltlich erfolgt oder ob Sie sich die Informationen selbst besorgen, spielt keine Rolle.


So berücksichtigen Sie Ihre Steuerberatungskosten

"Gemischte" Kosten betreffen sowohl Privatsphäre als auch Ihre steuerpflichtigen Einkünfte. Hier gibt es eine Vereinfachungsregelung:

  • Kosten bis zu 100 Euro dürfen Sie ohne Aufteilung in voller Höhe bei einer Einkunftsart Ihrer Wahl abziehen.
  • Bei Kosten von 101 Euro bis 200  Euro dürfen Sie 100 Euro einer Einkunftsart Ihrer Wahl zuordnen. Der Rest bleibt unberücksichtigt.
  • Bei Kosten von mehr als 200 Euro dürfen Sie 50% einer Einkunftsart Ihrer Wahl zuordnen. Die restlichen 50% bleiben unberücksichtigt.

Für privat veranlasste Kosten hat der Gesetzgeber den Steuerabzug leider gestrichen. Allerdings ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Kosten, die Ihre steuerpflichtigen Einkünfte betreffen, zählen zu den Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben.


"Steuertipps" und andere steuerliche Fachliteratur

Steuerliche Fachliteratur und Steuererklärungsprogramme zählen auch zu den Steuerberatungskosten. Dazu gehören zum Beispiel die "Steuertipps" sowie deren laufende Aktualisierungen einschließlich Versandkosten, Broschüren aus der Reihe "Steuertipps Spezial" und steuerrechtliche Wörterbücher. Software zum Erstellen der Steuererklärung wie die "Steuer-Spar-Erklärung" auf CD oder im Download zählt ebenfalls dazu.

Zeitschriften oder Zeitungen, in denen das Thema Steuern nur geringen Raum einnimmt, sind keine steuerliche Fachliteratur ("Capital", "Handelsblatt" usw.).

Arbeitszimmer

Auch wenn Sie in Ihrem Arbeitszimmer zu Hause Ihre Steuererklärung machen, sind die Kosten für das Zimmer keine Steuerberatungskosten (FG Köln vom 22.1.2004, 10 K 2312/00, EFG 2004 S. 796).

Computer

Machen Sie Ihre Steuererklärung am Computer, können Sie den entsprechenden Teil der Jahres-AfA absetzen, der auf die zeitliche Nutzung des Computers für die Steuererklärung entfällt. Natürlich gilt das nur, wenn Sie den Computer nicht schon in vollem Umfang als Arbeitsmittel geltend machen (BFH-Urteil vom 7.5.1993, VI R 113/92, BStBl. 1993 II S. 676).

Selbstkosten

Erledigen Sie Ihre steuerlichen Angelegenheiten ohne fremde Hilfe, können Sie die eigenen Kosten für das Erstellen der Steuererklärung leider nicht als Steuerberatungskosten abziehen. Das gilt zum Beispiel für Aufwendungen für den Schriftwechsel mit dem Finanzamt, Schreibpapier, Kopien und Porto (FG Rheinland-Pfalz vom 10.3.1988, 3 K 162/84, EFG 1988 S. 415).

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