Steuerberatungskosten: Einspruch nicht mehr nötig

 - 

In der Frage, ob Steuerberatungskosten weiterhin als Sonderausgaben abziehbar sind, ergehen alle Steuerbescheide ab sofort vorläufig. Folge: ein Einspruch ist nicht notwendig.

Bis einschließlich 2005 waren Steuerberatungskosten als Sonderausgaben abziehbar. Ab 2006 hat der Gesetzgeber diese Möglichkeit abgeschafft. Seitdem können private Steuerberatungskosten gar nicht mehr steuerlich berücksichtigt werden, berufliche Steuerberatungskosten dürfen Sie bei den einzelnen Einkunftsarten als Werbungskosten geltend machen.

Kritiker der neuen Regelung argumentieren, dass Steuerberatungskosten aufgrund der Komplexität des Steuerrechts zwangsläufig entstünden und deswegen steuermindernd berücksichtigt werden müssten. Zurzeit ist ein Musterverfahren zu dieser Frage beim Bundesfinanzhof anhängig (Az. X R 10/08). Solange noch kein endgültiges Urteil ergangen ist, erlassen die Finanzämter alle Steuerbescheide hinsichtlich der Steuerberatungskosten vorläufig. Urteilt der BFH zugunsten der Steuerzahler, werden die Bescheide automatisch geändert.

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.