Steueränderungen 2007: Das steht im Gesetzentwurf

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Das Bundeskabinett hat den Entwurf eines »Steueränderungsgesetzes 2007« beschlossen. Für Millionen Steuerzahler bedeuten die Sparpläne ab dem 1.1.2007 tiefe Einschnitte. Vor allem Pendler werden durch die Neuregelung zur Kasse gebeten. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte dürfen nicht mehr als Werbungskosten abgezogen werden, sondern sind Privatsache. Die Regierung will eine Härtefallregelung schaffen. Ab dem 21. Entfernungskilometer dürfen Pendler die Pauschale von 30 Cent pro Kilometer »wie Werbungskosten« abziehen. Behinderte Menschen können wie bisher bereits ab dem ersten Kilometer die Dienstreispauschale bzw. den tatsächlichen Kilometer-Kostensatz geltend machen. Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen nicht mehr mit den tatsächlichen Kosten abgerechnet werden. Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung können weiterhin ab dem ersten Kilometer mit der Entfernungspauschale abgesetzt werden.
  • Weitere Verschlechterung für Pendler: Unfallkosten auf dem Weg zur Arbeit sollen nicht mehr abzugsfähig sein.
  • Ein häusliches Arbeitszimmer wird nur noch steuerlich berücksichtigt, wenn es Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit ist. Diese Anforderungen erfüllen nur Heimarbeiter. Lehrer und Angestellte, die teilweise in Räumen des Arbeitgebers tätig sind, gehen künftig leer aus. Unser Steuertipp: Vom Abzugsverbot nicht betroffen sind Aufwendungen für Arbeitsmittel wie zum Beispiel Schreibtisch, Bücherregal und PC.
  • Die Altergrenze für das Kindergeld wird ab dem Geburtsjahrgang 1983 von 27 auf 25 Jahre gesenkt. Kinder, die 1982 geboren sind, erhalten bis zum 26. Lebensjahr Kindergeld.
  • Der Sparerfreibetrag wird abgesenkt auf 750 Euro für Ledige und 1500 Euro für Ehepaare. Wer höhere Zinsen oder Dividenden kassiert, muss darauf Steuern zahlen.
  • Auf Einkommen von mehr als 250.000 Euro bei Ledigen und 500.000 Euro bei Verheirateten wird eine »Reichensteuer« erhoben. Für den Betrag über der Einkommensgrenze gilt ein Steuersatz von 45% statt 42%. Selbstständige und Gewerbetreibende kommen bis zur Unternehmenssteuerreform, die für 2008 geplant ist, in den Genuss eines Entlastungsbetrags.
  • Die Bergmannsprämie wird stufenweise bis 2008 abgeschafft.

Steuerexperten wie der Richter am Bundesfinanzhof Jürgen Brandt bezweifeln, dass der Gesetzentwurf den Ansprüchen der Verfassung genügt. Die Besteuerung müsse auf Basis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfolgen. Die Abschaffung der Pendlerpauschale widerspreche diesem Grundsatz.

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