Steinschlag in Baustellen

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Wer auf Autobahn-Baustellen zu dicht auffährt, riskiert, dass aufgewirbelte Steinchen oder Baumaterialien den Lack oder sogar die Frontscheibe beschädigen. Wer haftet dafür?

Der Glasschaden, so informiert der ADAC, geht in der Regel auf die eigene Rechnung. Es sei denn, man ist teilkaskoversichert. Und auch dann bleibt man oft genug auf der mit der Versicherung vereinbarten Selbstbeteiligung sitzen.

Vorausfahrender haftet meist nicht.
Der Lenker eines vorausfahrenden Wagens kann sich nicht selten auf ein unabwendbares Ereignis berufen. Das heißt, der eingetretene Schaden hätte auch bei idealer Fahrweise nicht vermieden werden können. Der Vorausfahrende haftet auch nicht, wenn sich beim Passieren einer Baustelle Steinchen im Reifen festsetzen, die später auf guter Straße gegen die Scheibe des nachfolgenden Autos geschleudert werden.

Chancen bei zu schnellem Fahren
Für den Schaden muss die Versicherung des Vorausfahrenden nur dann aufkommen, wenn die Geschwindigkeit nicht den schlechten Straßen-Verhältnissen angepasst war oder das Tempolimit überschritten wurde. Dies ist jedoch nur schwer nachzuweisen. Besser sind die Chancen auf Schadenersatz z.B. dann, wenn ein Kraftfahrer auf schlechter Wegstrecke zu schnell überholt und hoch gewirbelte Steinchen die Windschutzscheibe des überholten Fahrzeugs beschädigen.

Keine Jagd veranstalten
Ist der eilige Autofahrer schuld an der beschädigten Windschutzscheibe, sollte man sich auf keinen Fall auf eine wilde Verfolgungsfahrt einlassen. Um Schadenersatz-Ansprüche geltend machen zu können, genügt es, sich das Kennzeichen des Schaden-Verursachers sowie den genauen Ort und die Zeit zu notieren. Noch besser jedoch ist es, wenn Zeugen die unangemessen hohe Geschwindigkeit bestätigen können.

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