So viel Steuern wie nie zuvor

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Bund und Länder nahmen 2014 gut 593 Milliarden Euro an Steuern ein (ohne reine Gemeindesteuern). Das sind 4 % mehr als 2013 – und neuer Rekord. Wir haben einige interessante Zahlen für Sie zusammengestellt.

Verteilung der Steuereinnahmen auf Bund, EU, Länder und Gemeinden

Steuereinnahmen in Mio Euro

Bund*

270.746

EU

30.986

Länder*

254.276

Gemeinden**

37.031

* nach Bundesergänzungszuweisungen
** lediglich Gemeindeanteil an Einkommensteuer, Abgeltungsteuer und Steuern vom Umsatz

Zahlen zu ausgewählten Steuerarten

Die gestiegenen Einnahmen resultieren aus der guten Beschäftigungslage, mehr Privatkonsum und den höheren Unternehmensgewinnen.

  • Das Lohnsteueraufkommen stieg auf knapp 168 Milliarden Euro.

    Das Bruttoaufkommen der Lohnsteuer stieg dabei auf 208,7 Milliarden Euro. Davon muss aber das aus dem Lohnsteueraufkommen gezahlte Kindergeld abgezogen werden.

  • Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 45,6 Milliarden Euro.

    Die veranlagte Einkommensteuer brutto verzeichnete Einnahmen in Höhe von 62,1 Milliarden Euro. Die Abzugsbeträge von Investitionszulage und Eigenheimzulage beeinflussten das Ergebnis nur unerheblich. Die Erstattungen an veranlagte Arbeitnehmer nach § 46 EStG (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit) hatten mit einem Volumen von 16,2 Milliarden Euro deutlich mehr Einfluss auf das Ergebnis.

  • Die Einnahmen aus der von großen Unternehmen zu zahlenden Körperschaftsteuer lagen 2014 bei rund 20 Milliarden Euro.

    Das Bruttoaufkommen stieg hier auf 20,4 Milliarden Euro. Davon wird die betragsmäßig vergleichsweise geringe Investitionszulage abgezogen.

  • Die Einnahmen aus dem Solidaritätszuschlag stiegen auf gut 15 Milliarden Euro.

    Die Ursache dafür liegt im Zuwachs der maßgeblichen Teile seiner Bemessungsgrundlage: der Lohnsteuer, der veranlagten Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer.

  • Die Abgeltungsteuer lag bei 7,8 Milliarden Euro.

  • EU-Quellensteuer wurde in Höhe von insgesamt 211,5 Mio. Euro überwiesen.

  • Die Umsatzsteuer stieg auf gut 203 Milliarden Euro.

  • Die Grunderwerbsteuer lag bei rund 9,4 Milliarden Euro.

  • Bei der Erbschaftsteuer wurden gut 5,45 Milliarden Euro eingenommen.

  • Bei der Energiesteuer nahm der Bund 39,8 Milliarden Euro ein.

  • Die Tabaksteuer verzeichnete eine Steigerung ihres Volumens um 5,7 % auf 14,6 Milliarden Euro.

    Der Zuwachs beruht zum Teil darauf, dass Tabaksteuer in Höhe von 0,3 Milliarden Euro, die dem Haushaltsjahr 2013 zuzurechnen war, im Haushaltsjahr 2014 gebucht wurde. Bereinigt um diesen Sondereffekt stieg das Tabaksteueraufkommen im Jahr 2014 nur um rund 1 % an.

  • Die Kraftfahrzeugsteuer schloss mit einem Volumen von 8,5 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau ab.

(Quelle: Bundesministerium der Finanzen, Monatsbericht Januar 2015)

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