So prüfen Sie Ihren Steuerbescheid (Teil 3)

 - 

Nehmen Sie Ihren Steuerbescheid genau unter die Lupe! Denn viele Steuerbescheide sind falsch - und zwar zu Ihrem Nachteil. Aber auf was müssen Sie achten, wo können Fehler auftauchen, welche Stolperfallen lauern? Das erklären wir Ihnen in dieser vierteiligen Serie.

Achtung: Mehrere Bescheide auf einem Papier

Wenn Sie Ihren Steuerbescheid in Händen halten, ist das in den meisten Fällen nicht nur ein Bescheid. Es sind eigentlich mehrere Bescheide in einem Schreiben. Rechts neben Ihrer Adresse steht zum Beispiel "Bescheid für 2008 über Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag". Das sind schon mal mindestens zwei Bescheide, einer für die Einkommensteuer und einer für den Solidaritätszuschlag.

Dazu können noch Bescheide über Kirchensteuer, Verlustfeststellung, Riester-Rente, Arbeitnehmersparzulage, Vorauszahlungen usw. kommen. Die einzelnen Bescheide werden auch "Festsetzungen" genannt.

Jede Festsetzung können Sie separat anfechten. Ist zum Beispiel der Bescheid über die Einkommensteuer fehlerhaft und muss er geändert werden, sind auch die Folgeberechnungen wie Kirchensteuer, Solidaritätszuschlag usw. fehlerhaft und müssen ebenfalls geändert werden. Es genügt in diesem Fall jedoch, einen Einspruch gegen die Einkommensteuerfestsetzung einzulegen.

Sind Sie lediglich mit der Festsetzung von Vorauszahlungen nicht einverstanden, können Sie nur gegen diese Einspruch einlegen. Die übrigen Festsetzungen bleiben davon unberührt. Das Gleiche gilt auch für alle anderen Festsetzungen.

Bei steuertipps.de sprechen wir der Einfachheit halber meist nur vom Steuerbescheid, womit aber das ganze Papier gemeint ist.

Ehepartner erhalten einen zusammengefassten Steuerbescheid

Lassen sich die Ehepartner zusammen veranlagen, bekommen sie nur einmal Post vom Finanzamt. Es handelt sich um einen "zusammengefassten Steuerbescheid" (§ 155 Abs. 3 AO). In ihm enthalten sind eigentlich zwei Bescheide, einer für die Ehefrau und einer für den Ehemann. Deshalb können die Ehepartner entweder zusammen Einspruch einlegen oder jeder einzeln.

Bei getrennter Veranlagung erhält jeder Ehegatte seinen eigenen Steuerbescheid in einem eigenen Schreiben.

zurück zu

Teil 1:
Beeilen Sie sich mit der Überprüfung Ihres Steuerbescheids

Teil 2:
Stimmt das Endergebnis mit Ihrer Berechnung überein?
Lesen Sie die Hinweise im Steuerbescheid

Lesen Sie morgen:

Checkliste: Die wichtigsten Punkte in Ihrem Steuerbescheid

Keine Angst vor dem Finanzamt - So gehen Sie erfolgreich gegen Ihren Steuerbescheid vor

In dieser Broschüre finden Sie ausführliche Informationen, was Sie rund um den Steuerbescheid beachten müssen und wie Sie erfolgreich Einspruch gegen Ihren Steuerbescheid einlegen.

mehr Informationen

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.