So beteiligt sich der Fiskus an Ihrer privaten Renovierung

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Mit haushaltsnahen Dienstleistungen lassen sich schnell ein paar Euro Steuern sparen. Dass seit Anfang 2003 die Möglichkeit besteht, die Aufwendungen für Gärtner, Putzfrau und Co. direkt von der Einkommensteuer abzusetzen, ist vielen Lesern bewusst. Aber der Fiskus hält ein weiteres Geschenk bereit.

Das Finanzministerium Nordrhein-Westfalen hat mit Datum vom 8.8.2003 ein Arbeitspapier erstellt, das von den anderen Bundesländern übernommen wird. In diesem Papier beschäftigt sich das Ministerium mit den Dienstleistungen von Selbstständigen.

Zunächst kommen alle Privatpersonen in den Genuss der Steuerersparnis, die in ihrem Privathaushalten einen Unternehmer mit einer haushaltsnahen Dienstleistung beauftragen. Neben den bekannten haushaltsnahen Tätigkeiten, wie z.B. Fensterputzen, Gärtner zählen auch die handwerklichen Leistungen zu den begünstigten Tätigkeiten. Das Finanzministerium NRW sieht in der Durchführung von Schönheitsreparaturen und kleineren Ausbesserungsarbeiten die gesetzlichen Anforderungen als erfüllt an.

Beauftragen Sie einen Unternehmer mit den folgenden Arbeiten, können Sie die Kosten zum Teil direkt von der Steuer abziehen: Das Anstreichen, Kalken und das Tapezieren von Wänden, Streichen oder Lackieren von Fenstern, Türen, Heizkörpern und Heizungsrohren und Wandschränken sowie das Ausbessern von Löchern in den Wänden.

Nehmen Sie die Dienste eines Unternehmers für die haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch, können Sie 20 % Ihrer Aufwendungen, höchstens jedoch 600 Euro direkt von der Steuerschuld abziehen. Voraussetzung ist, dass die Kosten durch Vorlage einer Rechnung und die Zahlung durch einen Beleg des Kreditinstituts (z.B. Kontoauszug) nachgewiesen wird.

Beispiel

Familie B. lässt in ihrem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Einfamilienhaus diverse Malerarbeiten durchführen. Die Familie hat eine ordnungsgemäße Rechnung über 3.455 Euro erhalten, die sie an die angegebene Bankverbindung überwiesen hat. Die Einkommensteuerermäßigung der Familie B. beträgt 600 Euro, da der Betrag von 20 % der Kosten (= 691 Euro) den Höchstbetrag übersteigt.

Leben zwei Alleinstehende in einem Haushalt zusammen, können sie die Höchstbeträge insgesamt jeweils nur einmal in Anspruch nehmen, da der Höchstbetrag haushaltsbezogen und nicht personenbezogen ist.

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