Rückkehr aus dem Urlaub: Vorsicht am Zoll!

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Im Urlaub geht die Brille kaputt – also kauft man eine neue. Dann gilt es aber, beim Zoll aufzupassen. Denn je nach dem, wie teuer die Brille war, müssen Sie sie verzollen!

Ein Türkei-Urlauber ging nach der Ankunft in Deutschland auf dem Flughafen durch die grüne Tür. "Ich habe nichts zu verzollen" erklärte er damit.

Das stimmte leider nicht – was der Zoll bemerkte. Die neue Brille habe er sich als Ersatz gekauft, erklärte der Urlauber. Seine alte Brille, mit der er in den Urlaub geflogen sei, sei dort zerkratzt worden. Außerdem habe die Brille nur 410 Euro gekostet, der Freibetrag für den Zoll liege aber bei 430 Euro.

Der Erklärungsversuch scheiterte, als sich herausstellte, dass die Brille tatsächlich knapp 700 Euro gekostet hatte. Der Betrag müsse zwischen ihm und seiner mitreisenden Frau aufgeteilt werden, versuchte der Urlauber unter die 430-Euro-Grenze zu kommen. Doch das war nicht möglich, da es sich bei der Brille um einen einzelnen Gegenstand handelt. Dieser kann nicht zwischen zwei Reisenden aufgeteilt werden.

Ergebnis der missglückten Rechnerei: Der Zoll bekam Einfuhrabgaben in Höhe von 120,75 Euro und noch einmal den gleichen Betrag als Zuschlag, da der Urlauber mit der erworbenen Brille den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren benutzt hatte (FG Düsseldorf, Urteil vom 25.3.2011, Az. 4 K 120/11 Z).

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