Post vom Finanzamt - und Sie sind im Urlaub?

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Rund um Steuererklärung, Steuerbescheid und Einspruch gelten strenge Fristen. Manchmal werden diese aber aufgeweicht.

So geschah es beispielsweise in diesem Fall:

Ein Steuerzahler hatte Einspruch gegen seinen Steuerbescheid eingelegt, weil er vergessen hatte, einige steuermindernde Positionen anzugeben. Das Finanzamt informierte ihn daraufhin darüber, dass es jetzt den kompletten Steuerfall noch einmal aufrollen werde. Das, so der Hinweis, könne zur Folge haben, dass nachzurechnende Steuern den Vorteil der nachträglich beantragten Steuerermäßigungs-Tatbestände bis ins Negative ausgleichen würden (sogenannte Verböserung).

Der Steuerzahler erfuhr von dieser Verböserungs-Ankündigung oder -Warnung erst nach seinem Urlaub. Das FG Hamburg entschied: Obwohl die Frist eigentlich bereits abgelaufen war, kann der Steuerzahler seinen Einspruch hier noch zurücknehmen. Ihm sei, so die Richter Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren (FG Hamburg vom 27.11.2014, 2 K 108/14 ).

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