Pokergewinne können steuerpflichtig sein

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Die Finanzverwaltung hat eine neue Einnahmequelle entdeckt: Pokergewinne. Lesen Sie hier, unter welchen Umständen diese steuerpflichtig sind.

Berufspokerspieler müssen ihre Gewinne versteuern. Darauf weist die OFD Frankfurt in einem koordinierten Ländererlass hin (Verfügung vom 22.4.2010, Az. S – 2240 A – 37 – St 210). Pokergewinne sind Einkünfte aus Gewerbebetrieb, wenn

  • sie berufsmäßig erzielt werden,
  • der Pokerspieler mit Gewinnerzeilungsabsicht handelt,
  • aufgrund des zeitlichen Umfangs, der Höhe der Einsätze und der erzielten Erlöse nicht mehr von einer Freizeitbetätigung ausgegangen werden kann.

Zu den Einkünften zählen dabei nicht nur die Pokergewinne selbst, sondern auch Antritts-, Fernseh- und Werbegelder. Gewinne aus Pokerturnieren sind übrigens auch dann steuerpflichtig, wenn sie bei einem illegalen Pokerturnier erzielt wurden.

Steuertipp
Müssen Sie Ihre Pokergewinne versteuern? Dann vergessen Sie nicht, Ihre Betriebsausgaben dagegen zu rechnen. Dazu gehören zum Beispiel Antrittsgelder und Reisekosten.

Ist das Pokern unter dem Strich ein Verlustgeschäft, wird das Finanzamt von fehlender Gewinnerzielungsabsicht ausgehen und von einer Besteuerung absehen. Man spricht dann von steuerlicher Liebhaberei.

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