Pflegeversicherung und Steuerabzugsbeträge

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Nehmen Sie für sich oder einen Angehörigen Pflegedienstleistungen in Anspruch, dann kommt für diese Kosten der Steuerabzugsbetrag für haushaltsnahe Hilfen infrage. Welche Beträge sind dabei zu berücksichtigen, wenn sich die Pflegeversicherung an den Kosten beteiligt?

Zwei Modelle sind in dieser Situation möglich:

Modell 1: Sie beanspruchen Pflegegeld und organisieren die Pflege selbst.

Dieses Modell ist anzutreffen, wenn die Pflege hauptsächlich durch Angehörige durchgeführt und ein Pflegedienst nur bei Engpässen eingeschaltet wird. Der Hintergrund: Die Höhe des Pflegegeldes reicht nicht aus, um die Kosten einer dauerhaften ambulanten Pflege abzudecken.

In diesem Fall bekommen Sie für die Kosten des ambulanten Pflegedienstes den Steuerabzugsbetrag ohne Anrechnung des Pflegegeldes (BMF-Schreiben vom 15.2.2010).

Modell 2: Sie nehmen Pflegesachleistungen in Anspruch statt Pflegegeld.

In diesem Fall rechnet der ambulante Pflegedienst direkt mit der Pflegeversicherung ab. Sofern der Pflegebedürftige dauerhaft von einem ambulanten Pflegedienst betreut wird, ist vermutlich dieses Modell anzutreffen.

Müssen Sie in diesem Fall trotz der Pflegeleistungen der Pflegeversicherung einen Teil der Kosten tragen, dann kommt für diesen Teil der Steuerabzugsbetrag infrage.

In beiden Fällen gewährt der Finanzbeamte Ihnen den Steuerabzugsbetrag aber nur, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. So ist zum Beispiel das Entgelt auf ein Konto des Pflegedienstes einzuzahlen. Bei Barzahlung ist der Steuerabzugsbetrag unwiederbringlich verloren.

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