Ombudsmann hilft kostenlos bei Streitfragen mit der Bank

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Was tun, wenn man als Bankkunde glaubt, von seiner Bank falsch beraten worden zu sein? Gleich vor Gericht ziehen? Dabei ist ein Rechtsstreit nicht nur ärgerlich, sondern oft auch langwierig und teuer. Damit Meinungsverschiedenheiten zwischen Kreditinstitut und Kunde einfach, schnell und für den Kunden kostenlos geklärt werden können, haben die privaten Banken ein außergerichtliches Schlichtungsverfahren eingeführt. Bereits seit 1992 helfen vier unabhängige und neutrale Ombudsmänner den Bankkunden, Differenzen aus dem Weg zu räumen. Auch die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken bieten ihren Kunden diesen Service.

Im vergangenen Jahr mussten sich die Schlichter der privaten Banken oft mit dem Bereich Wertpapiergeschäft auseinandersetzen. Fast 45 Prozent aller Beschwerden stammten von Bankkunden, die sich beispielsweise bei Anlagegeschäften falsch beraten fühlten oder meinten, über die Risiken ihrer Wertpapiere nicht richtig aufgeklärt worden zu sein.

Seit ihrem Bestehen verzeichnet die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken (BdB) 11.310 zulässige Beschwerden. 5.301 Fälle - etwas weniger als die Hälfte - wurde im Interesse der Kunden gelöst. In weiteren 378 Fällen regten die Schlichter einen Vergleich an. Die Banken erhielten hingegen in 5.631 Fällen Recht.

Bis zu einem Betrag von 5000 Euro sind die Schlichtungssprüche der Ombudsmänner für die Banken verbindlich, nicht jedoch für den Kunden. Sind Sie mit der Entscheidung nicht einverstanden, steht es Ihnen frei, die Gerichte anzurufen.

Unser Geldtipp:

Als Kunde einer Privatbank können Sie sich schriftlich an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken (Postfach 04 03 07, 10062 Berlin) wenden. Fühlen Sie sich als Kunde einer Genossenschaftsbank ungerecht behandelt, wenden Sie sich an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volk- und Raiffeisenbanken in 10760 Berlin, Postfach 30 92 63. Die Sparkassen haben zwölf eigene regionale Schlichtungsstellen. Die zuständige Adresse kann Ihnen Ihr Sparkassenberater nennen oder Sie erhalten die Adresse von mir in der wöchentlichen Redaktionssprechstunde.

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