Offene Immobilienfonds: Schwierige Zeiten für die Anlage in Betongold

 - 

Trotz der jüngsten Kursgewinne am Aktienmarkt erfreuen sich Anlagen in offenen Immobilienfonds immer noch einer großen Beliebtheit. Kein Wunder, denn nach den leidvollen Erfahrungen aus drei Jahren Aktienbaisse profitieren offene Immobilienfonds immer noch von ihrem Ruf, seit ihrem Bestehen niemals ein Jahr mit negativer Wertentwicklung abgeschlossen zu haben.

Doch allgemein bläst der erfolgsverwöhnten Branche der Wind ins Gesicht, und dies hat vor allem zwei Ursachen:

  • So schnell wie den offenen Immobilienfonds die Gelder zufließen, können die Fondsmanager das Geld nicht in attraktiv rentierenden Immobilien anlegen. Folge: Die überschüssigen Mittel werden in festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Weil die Zinsen aber derzeit im Keller sind, ist der Ertrag aus diesem Teil des Fondsvermögens eher mager. Manch ein Fondsmanager erwirbt dem Vernehmen nach deshalb auch schon mal ein Objekt, das nicht allen anspruchsvollen Maßstäben, denen normalerweise Fondskäufe genügen müssen, gerecht wird.

  • Durch die schwache Konjunktur leidet vor allem der Büromarkt, in dem die Fonds rund 70 Prozent ihrer Mittel investieren. Die Zahl unvermieteter Büroflächen (»Leerstandsquote«) steigt ständig an. Hinzu kommt: Viele Bauten, die im Boom bis zum Jahr 2000 geplant wurden, lassen sich heuer nur mit Abschlägen vermieten.

Dennoch bleiben offene Immobilienfonds zur Risikostreuung eines Wertpapierdepots interessant. Allerdings sollten Sie nicht den erstbesten Fonds Ihrer Hausbank erwerben. Zeichneten sich nämlich früher die offenen Immobilienfonds durch eine relativ gleichmäßige Wertentwicklung aus, so sind inzwischen die Renditeunterschiede zwischen den einzelnen Fonds beträchtlich. Grundsätzlich ist eine Diversifikation des Fondsvermögens auch in ausländische Liegenschaften zu begrüßen, weil dort oft das Renditeniveau für Immobilien höher angesiedelt ist und die Fonds so bessere Ergebnisse als im Inland erwirtschaften können. Jedoch sollten Sie unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung Fonds meiden, die schwerpunktmäßig nur in einer einzelnen Region investieren, z. B. schwerpunktmäßig in Nordamerika.

Für Neuanlagen erscheinen derzeit u.a. die folgenden drei offenen Immobilienfonds geeignet, weil sie in der Vergangenheit schon ähnliche ungünstige Phasen durchgemacht und - erkennbar an Ihrer Wertentwicklung - gemeistert haben:



 Haus-Invest (DE0009807016), Fondsgesellschaft der Commerzbank,

 Deka ImmobilienEuropa (DE0009809566), Fondsgesellschaft der Sparkassen und

 Immoinvest (DE0009802306), Fondsgesellschaft der SEB Bank.

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.