Neue Fahrgastrechte bei der Bahn angekündigt!

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Derzeit sind Sie als Bahnkunde auf die Kulanz der Bahn angewiesen, wenn sich Ihr Zug verspätet (z. B. erhalten Sie einen Reisegutschein). Von Gesetzes wegen erhalten Sie keinen Ersatz für mögliche Verspätungsschäden (z. B. verpassen Sie aufgrund einer Zugverspätung den gebuchten Anschlussflug).

Die Deutsche Bahn AG hat angekündigt, dass ab 1.10.2004 neue Fahrgastrechte gelten sollen. Diese Rechte sind jedoch nicht gesetzlich normiert. Es handelt sich dabei lediglich um eine Selbstverpflichtung der Bahn, die sie in ihrem »Kleingedruckten« festschreibt. Dennoch erhalten Sie als Bahnkunde damit ein einklagbares Entschädigungsrecht. Ab dem 1. 10. 2004 gilt:

  • Als Bahnreisender im Fernverkehr, die mit mehr einer Stunde Verspätung den Zielbahnhof erreichen, erhalten Sie eine Entschädigung von 20 % auf den Reisepreis, mindestens aber ? 5,-. Dies gilt auch, wenn auf der Fahrt mehrere ICE- oder Intercity-Züge benutzt werden und sich erst mehrere Verspätungen auf mindestens 60 Minuten addieren. Ausgezahlt wird in Form eines Gutscheins. Bargeld erhalten Sie nicht. Sind Sie auf der Rückfahrt von der Verspätung betroffen, wird nur die Hälfte des Reisepreises als Berechnungsgrundlage angesetzt.

    Beachten Sie: Bei Verspätung bis 59 Minuten bleibt es bei der Kulanz-Regelung:

    Hat ein ICE mehr als 30 Minuten Verspätung, erhalten Sie einen Reisegutschein über ? 10,-. Dieses Recht können Sie nach wie vor nicht einklagen, sondern sind auf die Kulanz des Zugbegleiters angewiesen.

  • Können Sie aufgrund der Verspätung Ihre Reise nach Mitternacht nicht wie geplant fortsetzen, übernimmt die Bahn die Übernachtungskosten oder die Kosten für ein anderes Transportmittel (z. B. Taxi), sofern dies preisgünstiger und Ihnen zumutbar ist. Allerdings ist dieser Ersatzanspruch der Höhe nach eingeschränkt: Ersetzt werden solche Hotel- und Taxikosten nur bis zu einem Betrag von ? 80,-.

  • Beruht die Verspätung auf so genannter »höherer Gewalt« (z. B. beruht die Verspätung auf einem Sturmschaden, einem Personenschaden oder einer Bombendrohung), sind Entschädigungen ausgeschlossen. Sie gehen als Reisender leer aus.

  • Auch im Nahverkehr gelten diese Regelungen nicht: Sie haben keinen Anspruch gegen die Bahn auf Ersatz Ihres Verspätungsschadens, wenn Sie aufgrund eines verspäteten Nahverkehrszuges oder einer verspäteten S-Bahn den Anschluss an den gebuchten Fernzug verpassen.

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