Nachzahlungszinsen zu hoch? Neuer Musterprozess anhängig

 - 

Der Bund der Steuerzahler teilt mit, dass er ein neues Musterverfahren gegen hohe Steuerzinsen unterstützt. Davon können auch Sie profitieren!

Der Zinssatz für Steuernachzahlungen und Steuererstattungen liegt bei 0,5 Prozent pro Monat, also knackigen 6 Prozent pro Jahr. Angesichts der Niedrigzinsphase ist dieser Zinssatz zu hoch – das meinen nicht nur betroffene Steuerpflichtige, sondern auch der Bund der Steuerzahler.

Mit einem neuen Musterverfahren will er jetzt prüfen lassen, ob der Zinssatz noch zeitgemäß ist.

Konkret unterstützt der Verband die Klage eines Ehepaares aus Nordrhein-Westfalen gegen die Steuerbescheide für das Jahr 2010 und 2011. Das Finanzamt benötigte für die Bearbeitung der Steuererklärung 2011 mehr als zehn Monate und setzt dann neben den Steuern auch Zinsen in Höhe von 6 Prozent pro Jahr fest.

Deutlich mehr Zinsen fielen für das Jahr 2010 an: Hier setzte das Amt die endgültige Steuer erst im Januar 2016 fest. In beiden Fällen hatten die Kläger die lange Bearbeitungszeit nicht verschuldet. Gegen die Zinsfestsetzungen legten die Kläger Einspruch und mit Unterstützung des BdSt jetzt Klage beim Finanzgericht Münster ein (Az. 10 K 2472/16 E). Damit ist erstmals ein Klageverfahren anhängig, das einen ganz aktuellen Zinszeitraum betrifft, so der Bund der Steuerzahler in seiner Pressemitteilung vom 26.8.2016.

Auch Sie können profitieren!

Müssen auch Sie hohe Steuerzinsen bezahlen? Dann hängen Sie sich an das Musterverfahren an und profitieren Sie von einem positiven Ausgang! Bei einem negativen Ergebnis ändert sich nichts für Sie – Sie können also nicht verlieren!

So geht’s: Legen Sie gegen Ihren Steuerbescheid Einspruch ein und beantragen Sie das Ruhen des Verfahrens. Zur Begründung verweisen Sie auf das Musterverfahren beim FG Münster (Az. 10 K 2472/16 E) und ergänzend auf das BFH-Verfahren mit dem Az. I R 77/15.

Weitere News zum Thema

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.