Müssen bald auch Privatpersonen Belege aufheben?

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Wenn Sie als Privatperson Ihren Steuerbescheid erhalten haben, können Sie die dort verwendeten Belege wegwerfen. Das könnte sich bald ändern - jedenfalls für Privatleute mit Jahreseinkünften über 500.000 Euro.

Die Financial Times Deutschland berichtet, dass Bundesfinanzminister Steinbrück Privatleute mit Jahreseinkünften über 500.000 Euro dazu verpflichten will, Aufzeichnungen und Unterlagen über ihre Einkünfte sechs Jahre lang aufzuheben. Betroffen wären etwa 30.000 Menschen, die Gesamteinkünfte von mehr als 500.000 Euro im Jahr haben (Gehalt plus Kapitaleinkünfte und Einkommen aus Vermietung/Verpachtung).

Außerdem sollen künftig bei Privatleuten Steuerprüfungen auch ohne besonderen Anlass erlaubt sein. So steht es im Entwurf eines Gesetzes "zur Bekämpfung schädlicher Steuerpraktiken und der Steuerhinterziehung".

Bisher gilt: Wenn Sie Ihren Steuerbescheid erhalten haben, können Sie alle Belege entsorgen. Eine Steuerprüfung ("Außenprüfung") ist nur unter besonderen Umständen möglich.

Ob es sich bei Steinbrücks Vorstoß "nur" um Wahlkampf handelt, oder ob die Vorschläge tatsächlich so umgesetzt werden, wird sich zeigen. Der CDU jedenfalls gehen die Pläne zu weit. Allerdings greift Steinbrück schon jetzt hart durch, wenn es um den Kampf gegen Steueroasen geht.

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