Müssen bald auch Privatpersonen Belege aufheben?

 - 

Wenn Sie als Privatperson Ihren Steuerbescheid erhalten haben, können Sie die dort verwendeten Belege wegwerfen. Das könnte sich bald ändern - jedenfalls für Privatleute mit Jahreseinkünften über 500.000 Euro.

Die Financial Times Deutschland berichtet, dass Bundesfinanzminister Steinbrück Privatleute mit Jahreseinkünften über 500.000 Euro dazu verpflichten will, Aufzeichnungen und Unterlagen über ihre Einkünfte sechs Jahre lang aufzuheben. Betroffen wären etwa 30.000 Menschen, die Gesamteinkünfte von mehr als 500.000 Euro im Jahr haben (Gehalt plus Kapitaleinkünfte und Einkommen aus Vermietung/Verpachtung).

Außerdem sollen künftig bei Privatleuten Steuerprüfungen auch ohne besonderen Anlass erlaubt sein. So steht es im Entwurf eines Gesetzes "zur Bekämpfung schädlicher Steuerpraktiken und der Steuerhinterziehung".

Bisher gilt: Wenn Sie Ihren Steuerbescheid erhalten haben, können Sie alle Belege entsorgen. Eine Steuerprüfung ("Außenprüfung") ist nur unter besonderen Umständen möglich.

Ob es sich bei Steinbrücks Vorstoß "nur" um Wahlkampf handelt, oder ob die Vorschläge tatsächlich so umgesetzt werden, wird sich zeigen. Der CDU jedenfalls gehen die Pläne zu weit. Allerdings greift Steinbrück schon jetzt hart durch, wenn es um den Kampf gegen Steueroasen geht.

Weitere News zum Thema

  • Steueränderungen ab 2017

    [] 2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen. mehr

  • Steuertermine Dezember 2016

    [] Hier finden Sie die aktuellen Termine für die Abgabe Ihrer Steuererklärungen und für Ihre Steuervorauszahlungen. mehr

  • Mehr netto mit Lohnsteuer-Freibeträgen: jetzt kostenlose Software nutzen

    [] Statt einmal im Jahr können Sie Ihre Steuerrückerstattung auch monatlich erhalten: Wer beispielsweise Kinderbetreuungs- oder Unterhaltskosten hat, regelmäßig spendet oder weit zur Arbeit fahren muss, bezahlt Monat für Monat zu viel Lohnsteuer. Erst mit der Steuererklärung im nächsten Jahr erhalten Sie die zu viel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurück. Das muss nicht sein! mehr

  • Nach der Trennung die richtige Steuerklasse wählen

    [] Auch wenn Ihre Ehe gerade in die Brüche geht, ist es wichtig, dass Sie sich in steuerlichen Angelegenheiten weiterhin einig sind. Das kann sich für beide Partner auszahlen und Sie müssen weniger Geld zu Rechtsanwälten und Steuerberatern tragen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.