Letzter Aufruf: Holen Sie sich jetzt noch Ihre Steuererstattung für 2002 vom Finanzamt zurück

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Sie sind nicht verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben? Dann haben Sie nur noch bis zum 31.12.2004 Zeit eine freiwillige Steuererklärung für das Jahr 2002 abzugeben und sich so Ihre Steuererstattung zu sichern (Antragsveranlagung nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG). Danach geht leider nichts mehr. Die Zwei-Jahres-Frist kann nämlich nicht verlängert werden!

Freiwillig eine Steuererklärung abgeben - das tun Sie natürlich nur, wenn eine Steuererstattung winkt. Dafür kann es viele Gründe geben, zum Beispiel:

  • Ihre Werbungskosten liegen über ? 1044 (Arbeitnehmer-Pauschbetrag).
  • Ihre Sonderausgaben (z.B. Spenden) liegen über dem Pauschbetrag
    (? 36 / Alleinstehende; ? 72 / Verheiratete).
  • Sie hatten hohe außergewöhnliche Belastungen (z.B. wegen Krankheit, Behinderung, Scheidung, Pflegebedürftigkeit oder Unterhaltsleistungen).
  • Die Ersparnis durch die Freibeträge für Kinder ist höher als das Kindergeld.
  • Als Doppelverdiener-Ehepaar haben Sie beide die Steuerklasse IV, obwohl Sie nicht genau gleich viel verdient haben.
  • Sie hatten schwankende Gehälter.
  • Sie haben geheiratet.
  • Auf Ihrer Lohnsteuerkarte war die Steuererklasse II für den Haushaltsfreibetrag nicht oder nur für einen Teil des Jahres eingetragen.
  • Sie hatten Verluste, die berücksichtigt werden müssen.
  • Sie wollen sich Kapitalertrag-, Körperschafts- oder Zinsabschlagsteuer zurückholen.

Unser Steuertipp
Angst vor einer unerwarteten Nachzahlung müssen Sie normalerweise nicht haben: Legen Sie einfach innerhalb eines Monats gegen den Nachzahlungsbescheid Einspruch ein und nehmen Ihren Antrag auf Steuerveranlagung zurück. Nur in zwei Fällen kommen Sie um die Nachzahlung nicht herum:
  • Auf der Lohnsteuerkarte war eine zu günstige Steuerklasse oder eine zu hohe Zahl Kinderfreibeträge eingetragen. Dann wären Sie verpflichtet gewesen, den Eintrag ändern zu lassen (§ 39 Abs. 4 EStG).
  • Ihr Arbeitgeber hat bei der Lohnabrechnung einen Fehler gemacht und diesen auch später nicht korrigiert (R 139 Abs. 4 LStR).


Der Stichtag 31.12. gilt übrigens auch für Ihren Antrag auf Arbeitnehmer-Sparzulage, den Sie zusammen mit Ihrer Steuererklärung stellen. Und Sie müssen Ihren Antrag auf Wohnungsbauprämie rechtzeitig vor dem Jahresende an Ihre Bausparkasse schicken.

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