Letzte Stufe der Steuerreform seit 01.01.2005 in Kraft

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Zum 1. Januar 2005 ist die letzte Stufe der vor vier Jahren beschlossenen Steuerreform in Kraft getreten.

Der Einkommensteuertarif sinkt, der Eingangssteuersatz liegt bei 15 statt wie bisher bei 16 Prozent. Der Spitzensteuersatz liegt jetzt bei 42 Prozent (bisher 45 Prozent). Damit soll der Steuerzahler im Jahr 2005 mit 6,5 Milliarden Euro entlastet werden. Doch was ein großes Loch in die Haushaltskasse des Ministers reißt, bringt meist nur ein kleines Plus auf dem Konto der Arbeitnehmer.

Denn im Gegenzug steigen die Belastungen:
Die Beiträge zu den Sozialversicherungen steigen, so dass Vorteile aus den Steuersenkungen zum Teil gleich wieder aufgezehrt werden. Das gilt vor allem für Geringverdiener. Einer der der größten "Entlastungstöter" für diese Stufe der Steuerreform ist die Gesundheitsreform von Ministerin Ulla Schmidt: Durch die Überarbeitung der Pflegeversicherung zahlen Kinderlose von jetzt an einen um 0,25 Prozentpunkte höheren Beitrag.

Unter dem Strich profitieren von der Reform vor allem die höheren Einkommensklassen und die Singles:
Erst bei einem Monatsgehalt von 4.000 Euro brutto hat ein Unverheirateter ohne Kinder eine spürbare Entlastung - von rund 45 Euro im Monat. Ein Familienvater mit zwei Kindern müsste schon ein Monatsgehalt von 6.500 Euro haben, um auf die gleiche Summe zu kommen. Für Ehepaare fällt die Entlastung geringer aus, weil für sie die Steuerlast wegen des Splitting-Verfahrens ohnehin geringer ist. Besser wird es aber auch alleinerziehenden Eltern gehen. Mit einem Einzelkind und einem Bruttogehalt von 4 000 Euro im Monat bekommen sie rund 50 Euro mehr ausgezahlt. 

Sehr viel mehr Geld bekommt, wer richtig viel verdient. Wer jeden Monat satte 20.000 Euro verdient, bekommt 594,70 Euro mehr im Monat mehr.

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